Voltigieren
ist ein besonderer Teil des
Pferdesports. Neben Dressur, Springen, Military... nimmt das Turnen auf
dem Pferd
einen ganz eigenen Platz ein. Bei dieser Sportart werden Übungen in
turnerischer
- akrobatischer Form auf dem galoppierenden Pferd ausgeführt. Es kommt
hierbei
auf das Zusammenwirken von Pferd, Turner und Longenführer an.
Das
Voltigieren wurde schon in der
Antike sehr geschätzt, damit ist es älter als das heutige Geräteturnen.
Während
des römischen Zeitalters wurden Wagen- und Pferderennen mit
akrobatischen
Übungen kombiniert, somit war das Voltigieren ein wichtiger Bestandteil
der
Ausbildung von jungen Römern der oberen Schicht. Zudem galt es als
Gewandtheitsschulung in der Renaissance.
Das
Wort „Voltigieren“ wird von dem lateinischen Wort „volvere“ bzw.
dem
Französischem „volter“ abgeleitet. Beides heißt so viel wie „drehen“,
wobei die
Kreisbewegung des Pferdes und des Turners gemeint ist. Daraus
hat sich das
Voltigieren als eigene Disziplin entwickelt. Nun wurden Hilfsgeräte,
wie z.B.
das Holzpferd erfunden. Übungen auf diesem sowie auf dem galoppierenden
Pferd
dienten zur Förderung der Bewegungseleganz.
Im
Jahre 1920, als die Olympischen Spiele in Antwerpen ausgetragen
wurden, fand
das Voltigieren als Kunstturnen das erste und einzige Mal Beachtung.
Die erste
Deutsche Meisterschaft im Voltigieren wurde
1963 in Wiesbaden ausgetragen, an welcher jedoch nur Gruppen
teilnehmen
durften. Seit den 40er Jahren hat sich die Sportart im Wesentlichen
nicht mehr
verändert.
Die
ersten offiziellen Richtlinien traten 1964 in Kraft, internationale
Richtlinien wurden erst im Jahre 1983 durch die FEI (Fédération
Equestre
Internationale) verfasst. Die
erste Weltmeisterschaft fand in Bulle/ Schweiz 1986 statt, seitdem
werden
alle zwei Jahre eine WM und eine EM im Wechsel ausgetragen.
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