Offene sächsische Meisterschaften 2007

17.00 treffen, 18.00 losfahren – das war der Plan für den Freitag vor unserem letzten Turnier in der Saison 2007. Nachdem sich ordnungsgemäß gegen fünf alle zum Packen eingefunden hatten, waren wir fünf vor sechs mit allem soweit, dass es schon fast nach Abfahrt aussah. Als Christine sich jedoch noch mal kurz zum „Mittagessen“ verabschiedete, konnten wir doch wieder erst mit der für Waltersleben üblichen Verspätung losrollen. Knapp zwei Stunden später mussten wir auf dem Schlobachshof erst einmal nach Unterkunft für Pferd und Voltis suchen. Als unser Mickchen dann gut für die Nacht untergebracht war, hieß es auf 20m² zehn Isomatten, Luftmatratzen und Schlafsäcke ausrollen und nach Schnitzel, Nudel- und Kartoffelsalat ab ins Bett. ...na ja, so hätte es jedenfalls sein sollen. Bis Christine gegen Mitternacht aus dem Wohnmobil der Erwachsenen zurückkam und doch langsam Ruhe einkehrte, waren jede Menge Spaß, Gelächter und Albereien aus der Walterslebener Unterkunft zu hören.

Der nächste Morgen ging in ähnlicher Lautstärke los, wie der letzte geendet hatte, nur nicht aus Freude, sondern aus Ekel. Noch vor dem ersten Weckerklingeln riss nämlich eine große, schwarze, achtbeinige Katastrophe unsere Mädelsrunde aus den Träumen. Na gut, da ja eh alle wach waren, wurde gleich gefrühstückt. Kurz darauf war das Zimmer mit wohligem Haarspraygeruch und Beschwerden bezüglich der Haarklemmen gefüllt. Dann ging es raus in den Nieselregen, um Micki für den Start fertig zu machen. Schon auf dem Ablongierzirkel zeigte er sich von seiner besten Seite und setzte dies erfreulicherweise auch im Wettkampf fort. Nach einer ordentlichen Pflicht der „Alt-Walterslebener“ und vor allem auch unserer beiden „Neu-Walterslebener“ Lena und Anni konnten wir uns bei der anschließenden Siegerehrung über eine weiße Schleife für den dritten Platz von acht B-Gruppen freuen. Danach verbrachten wir mit Computer spielen, schlafen oder beim Pferd unsere Mittagspause, bevor wir Micki ein weiteres Mal im Regen auf unseren Start vorbereiteten. In der folgenden Kür war leider ein wenig die Luft raus und da uns mit Carsten und Jürgen auch noch unsere beiden besten Untermänner fehlten, war der sechste Platz von acht gestarteten Gruppen doch noch versöhnlich. Nach der Siegerehrung war es dann an der Zeit, das Chaos in unserem Nachtlager zu beseitigen, die in Taschen und Beutel verstauten Utensilien wie auch das Pferd in Auto und Hänger zu laden und uns dann auf den Heimweg zu machen. Wiederum zwei Stunden später luden neun geschaffte Voltis schnell noch alles Eingepackte wieder aus und verabschiedeten sich anschließend nach Hause.

Fazit dieses Wochenendes: guter erster Versuch in neuer Besetzung, aber ausbaufähig. Mit neuer Motivation hat sich Waltersleben I als Saisonziel für 2008 nicht nur die Rückeroberung des Thüringer Landesmeistertitels gesetzt...


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