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Am Morgen des 10.06.2005 machten meine Mutter Christine, meine Oma, mein Opa, unser bewährtes Voltigierpferd Real und ich uns auf in Richtung Stuttgart. Dort in der Nähe, nämlich in Neubulach, sollte das Nachwuchschampionat im Voltigieren stattfinden. Trotz Stau und kleinen Umwegen hatten wir bis 16 Uhr unser Ziel erreicht. Nach einer kleinen Verschnaufpause für Pferd und Crew war dann noch einmal Training angesagt - nur kurz und leicht natürlich. Schließlich galt es, für das Wochenende die Kräfte zu sparen. Der zweite Tag begann mit Aufstehen um sechs. Immerhin wollte Real noch rechtzeitig vor der Verfassungsprüfung versorgt und für diese zurecht gemacht werden. Nach dieser ersten Etappe hieß es erst mal warten, denn die Einzelprüfung stand erst am späten Nachmittag auf dem Programm. Im Wettkampf dann war wie üblich zuerst die Pflicht zu zeigen. Diese lief auch relativ gut. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich dieses Jahr bisher immer nur mit Lukas zum Turnier war. Auch die Kür lief recht gut. Neben kleineren Wacklern war eigentlich nur der Handstand zu beanstanden, den ich nicht die geforderten drei Galoppsprünge halten konnte. Mit meiner Wertnote von 7,1 war ich trotzdem ganz zufrieden. Schließlich hatten die Richter vor allem auf die Technik großen Wert gelegt. Außerdem brachte mich dieses Ergebnis in der gemischten Wertung auf Rang 10 und bei den Herren sogar nach ganz vorne. Jetzt musste ich den Platz "nur" noch verteidigen. Am dritten und letzten Tag fühlte ich mich beim Aufwärmen schön locker. Für den Wettkampf leider etwas zu locker, denn die fehlende Anspannung konnte ich auch bis zur Pflicht nicht mehr aufbauen. Trotz dieser Tatsache klappte sie dennoch ganz gut. -Na ja, abgesehen von einem kleinen Ausrutscher in der Mühle.- In der Kür hatte ich meine Anspannung dann endlich im Griff und konnte so fehlerfrei turnen. Damit erkämpfte ich wieder wie am Vortag eine 7,1 und konnte damit den ersten Platz bei den Herren verteidigen. Dem entsprechend aufregend war auch die Siegerehrung für mich. Man steht ja immerhin nicht tagtäglich mit einer Deutschlandschärpe ganz oben auf dem Treppchen! Ein tolles Gefühl! Doch das Feiern musste warten. Da ja noch ein ganzes Stückchen Weg vor uns lag, wollten wir nach der Ehrung so schnell wie möglich wieder Richtung Heimat aufbrechen. Auf der Heimfahrt fuhren wir allerdings nur Landstraße. Das Ende vom Lied: Ankunft im Verein abends um acht! Dann wurde nur noch schnell das Pferd versorgt und das Voltizeug ausgepackt, um den Sieg doch noch gebührend begießen zu können. ;-) Das wars im Großen und Ganzen von Neubulach und mir. - Erstmal! ;-) Carsten |