Thüringer Landesmeisterschaften in Jena-Burgau am 8.7.2006



Am 08. Juli war es mal wieder soweit und das Saisonhighlight stand vor der Tür – Landesmeisterschaften. Und in diesem Jahr sollten sie etwas ganz Besonderes werden, wie sich später herausstellte.
Im Vorfeld war diesmal dafür noch ein kleinwenig mehr Arbeiten angesagt, als in den Jahren zuvor. Warum? Weil unsere „Kleinen“, also die D- und die Galopp-Schritt-Gruppe, sich der Herausforderung stellten und zu diesem Turnier nicht wie gewohnt mit Real, sondern mit unserem Voltiyoungster Micki an den Start gingen. Sich dafür auf „den Neuen“ einzustellen war für unsere 12 Voltigierer der beiden Gruppen gar nicht so einfach, zumal unser Miksch ja auch noch nie mit einer Gruppe auf einem Turnier unterwegs war.
Dementsprechend groß war auch die Aufregung, als wir uns so gegen sechs in Waltersleben trafen. Während die einen schon mal die Pferde putzen und deren Boxen ausmisteten, wurden die anderen von Adele und Gesine mit mindestens drei Tonnen Haarspray geweckt. Nachdem Micki dann transportfertig war, rollte der erste Teil der Waltersleben-Kolonne (Christines Bus und der von Herrn Bach + Pferdehänger mit Micki) Richtung Jena davon. Dort angekommen, verlagerte sich die unverkennbare Wolke aus Pferde- und Haarspraygeruch in die Halle, wo nach und nach die restlichen Mädels die übliche Prozedur über sich ergehen lassen mussten.
Mittlerweile war auch Teil zwei der Kolonne mit Udhardts + Lukas eingetroffen.
Dann hieß es aber auch schon bald: „Pferd fertig und Voltis warm machen“, denn 9.15 Uhr stand der Start der D-Gruppe auf dem Programm. Die Entscheidung, Adele und Marie in der Pflicht zuerst turnen zu lassen, erwies sich als goldrichtig, denn zu Anfang zeigte unser Blonder schon ein wenig Nerven. Nach dem dritten Turner hatte er sich dann aber eingelaufen und ging, als hätte er nie was anderes außer Voltigieren gemacht. Trotz der abgespeckten Kürvariante schlugen sich unsere acht super und holten nach dem Sieg in Waltersleben den zweiten der Saison (beim zweiten Turnier) und gleichzeitig die zweite Aufstiegsnote für die Leistungsklasse C.
Während die einen erst einmal verschnauften, machten die anderen schon das nächste Pferd fertig, denn jetzt musste unser Lukas beweisen, dass er auch fit genug war, um mit der B-Gruppe um den Landesmeistertitel zu kämpfen – kurz: die Verfassungsprüfung stand an. Für den Lukas natürlich reine Formsache.
12.15 Uhr ging es dann für die Großen um die Wurst. Dank der offenen Ausschreibung und der daraus resultierenden Teilnahme der Gruppen aus Salzmünde und Lößnitz neben den Pahrenern und uns kam sogar mal ein richtiger Wettkampf zu stande. Die Pflicht lief wirklich gut, allerdings war die Kür mit einigen Patzern gespickt. Um so größer war am Ende des Tages die Überraschung, als wir noch vor Salzmünde, die eine faszinierende Kür geturnt hatten, die Schleifen abholen durften und auch noch unsere erste A-Note eingefahren hatten.
Zum Schluss der Gruppen waren dann noch unsere Kleinsten dran. Auch sie schlugen sich mit Micki hervorragend und landeten von elf Gruppen auf einem tollen dritten Platz.
Damit war das Thema „Gruppenvolti“ für dieses Tag abgeschlossen. Nun waren die Einzelturner an der Reihe. Der heimliche Höhepunkt für uns und vor allem für Angie fand allerdings nicht im Wettkampfzirkel statt, sondern draußen auf dem Ablongierplatz. Daniel aus Schenkenberg probierte unseren Miksch aus, um ihn eventuell im August mit zur Deutschen Meisterschaft zu nehmen. Da konnten wir uns erst mal ein Auge holen, was man auf einem fremden Pferd, das zudem noch nicht allzu lange im Voltisport unterwegs ist, so alles machen kann: Stützschwünge bis in den Handstand, Handstand auf den Griffen, Unterarmstütz, ... . Schon mal ein toller Vorgeschmack auf die Wettkampfkür, die uns später noch erwartete.
Danach war die volle Aufmerksamkeit aber erst mal wieder auf unsere beiden Jungs gerichtet. Beiden turnen eine ordentliche Pflicht und eine saubere Kür und wurden am Ende des Tages dafür mit dem Thüringer Meister- und Vizemeistertitel geehrt. Doch nicht nur das, Jürgen holte sich mit seiner Vorstellung die zweite A-Note und turnt nun in der selben Leistungsklasse wie sein großer Bruder mit. Und auch Carsten konnte durchaus zufrieden sein: er durchbrach erstmals die 8,0er-Grenze.
Alles in allem also ein sehr erfolgreicher Tag für unseren Verein.
Doch man fährt ja nicht nur wegen den Schleifen auf Turnier, sondern auch wegen dem Spaß. Auch der kam an diesem Tag nicht zu kurz: fleißige 7 Zwerge, die während der Einzelturnerprüfung mit den Blumen davonmarschieren; Voltis, die sich darum streiten, wer zur Ehrenrunde den Obstkorb und die Melone schleppen muss und eine Angie, die auf Grund eines recht attraktiven Einzelturners häufiger mal rot angelaufen ist – um nur einige Sachen zu nennen.
Kurze Rede, langer Sinn: Wir freuen uns schon aufs nächste Turnier!

By Katha

PS: Der Turnerin aus Pahren, deren Knie nach der Landung so unschöne Geräusche von sich gegeben hat, wünschen wir gute Besserung!


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