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Nachdem wir letztes Jahr ein Mal mit Lehrgang bei Mario ausgesetzt hatten, sollte es am 8. Dezember wieder so weit sein – Kaderlehrgang in Bad Blankenburg war angesagt. Mit der Abfahrt war es so wie immer, nach kleineren Missverständnissen und nachfolgenden geringfügigen zeitlichen Verzögerungen rollte dann der WL-Trupp mit Bus und Hänger und Carstens Auto in Richtung Thüringer Wald. Eine Stunde und viele angespielte Lieder später ging es dann erst mal um die Zimmeraufteilung und das Abladen unserer Grete. Da Mario und Kerstin allerdings im Stau standen und sich so der Beginn des Trainings verzögerte, wurde sich erst einmal erwärmt (also für Bad Blankenburg: geschlossenes Abtauchen in die Schnitzelgruben). Aber wir waren ja nicht nur zum Spaß da und so liefen und dehnten wir uns auch ohne Mario schon mal ein bisschen. Schon kurz nach darauffolgenden Ankunft und Begrüßung der Trainer folgte dann das erste Stöhnen – Aufgang ohne Sprungbrett, sondern nur mit Hilfe eines Kastens. ... Mit zunächst verheerenden Bildern. Aber nach einiger Übung und geduldigen Erklärungen von Mario wurde es dann auch besser. Danach folgte noch ein zügiger Pflichtdurchgang, damit sich Mario einen Überblick über den Leistungsstand der Anwesenden verschaffen konnte. Mit dem Zeigen der neuen Küren für die kommende Saison endete dann auch schon die Trainingseinheit und der Sturm auf Essbares und die Duschen folgte. Wir ließen den Tag dann mit Waffeln, Gequatsche und Carstens Englischhausaufgaben ausklingen. Bis alle im Bett lagen war es dann auch immerhin gegen zwei. Ein Grund mehr (neben schon beim Einen mehr, beim Anderen weniger verbreiteten Muskelkater), warum sich das Aufstehen zum Joggen kurz vor sieben am nächsten Morgen als etwas schwieriger gestaltete. Nachdem eine dreiviertel Stunde später der eine Teil vom Joggen zurück war, hatte sich der andere durch Krankheit entschuldigte Teil auch aus den Federn erhoben und wir konnten frühstücken gehen. Mit gut gefüllten Bäuchen folgte dann Teil II der Erwärmung in der Halle. Danach sollten immer zwei bei Mario am Turnpferd in Sachen Stützschwung rückwärts korrigiert werden, während der Rest mit Kerstin was für Dehnung und Kraft tat. Die Folge: Alle k.o. – Mittagspause. Die Nutzung dieser Zeit war allerdings sehr unterschiedlich. Während sich die Einen todesmutig in die Schnitzelgruben stürzten, schwebten die anderen auf Wölkchen durchs Land der Träume. Gerade für letztgenannte Gruppe der Voltis war es dann umso schwerer, pünktlich um zwei im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf der Matte zu stehen, sich wieder warmzulaufen und Kraft- und Dehnungsübungen vom Vormittag zu wiederholen. Am Holzpferd standen für uns dann Stützschwung rückwärts (weil vor dem Mittag nur die Weimarer, Geraer und Pahrener Einzelturner drangekommen sind), Fahne und Handstand mit anschließenden Einbücken zum Außenseitsitz auf dem Programm. In Zwischenzeit vertrieben sich die anderen mit Übungen am Stufenbarren und waghalsigen Sprüngen in die Schnitzelgrube die Langeweile, wobei daraus neben neuen Worterfindungen wie „Weihnachtssternsalto gestreckt“, auch sehr amüsante Fotos resultierten. Die Folgen der Handstandübung am Holzpferd dagegen waren eher weniger lustig, denn die Anzahl der einsatzfähigen Turner aus Waltersleben reduzierte sich in Folge dessen von acht auf sechs, da sowohl Gesine, als auch Angie etwas unsanft mit den Füßen auf der Grete aufsetzten. Einziger Vorteil daran war, dass Angie und ich ein Alibi dafür hatten, den abschließenden Kraftkreis nicht mitzumachen und ich stattdessen mit dem Hinkefuß Huckepack erst hinter ins Zimmer und dann wieder samt Essenmarken vor zum Abendessen krauchte, wobei wir auf dem Rückweg mit einer Laola-Welle von den im Gang hockenden Judoka begleitet wurden. Während unsere Fußkranke mit Carsten und Christine dann doch noch den Weg ins Krankenhaus antrat, amüsierte sich der Großteil der Anderen mit Fotosgucken und einer sehr lustigen Foxtrott-Tanz-CD. Also den Grundschritt bekamen ja noch so ziemlich alle auf die Reihe, aber als es dann an die Links- und Rechtsdrehung ging, kapitulierten die Meisten –abgesehen von Adele und Nadja- dann doch. Als der letzte Ton dann verklungen war, schneite dann auch Carsten (zurück aus dem Krankenhaus) wieder in unser Zimmer, von wo aus bald darauf auch die restlichen Gäste in ihre Betten hutschten. Der nächste Morgen begann mal wieder mit Joggen, wobei sich die Gruppe schon ein wenig verändert hatte (plus Einzelvoltis, minus unsere Kranken und Jürgen). Danach ging es schnell unter die Dusche und dann zum Frühstück, um noch mal Kraft für den letzten Tag zu tanken. Die Gruppe sollte zeigen, ob die Übungen zur Verbesserung des Stützschwunges rücklings auch in der Schere rückwärts umgesetzt werden konnten - mit relativ zufriedenstellenden Ergebnissen und auch die Einzelturner übten blieben weiter an dem Neuerlernten vom Vortag dran. Nach der kurzen Mittagspause, in der noch das restliche Obst und Gemüse, wie auch der übrige Waffelteig in verschiedene Bäuche wanderte und die Taschen fertig gepackt wurden, ging es dann in die letzte Runde. Die Einzelturner machten bei Mario am Turnpferd den Anfang, die Gruppe stand zunächst wieder unter Kerstins Fittichen und wurde mit Dehnung und Zirkeltraining auf Trab gehalten. Abschließend wurde am Turnpferd noch am zweiten Teil Flanke getüftelt, wobei die Strapazen des Wochenendes allerdings schon nicht mehr zu übersehen waren. Dementsprechend waren wir dann auch froh, als uns Mario erlöste und nach dem Abschlussgespräch entließ. Nun musste nur noch schnell aufgeräumt und die Grete verladen werden, bis alle mit Winken und Grüßen den Weg in die Heimat antraten. By Katha |