Deutsche Meisterschaften im Voltigieren 2006



Dieses Jahr fanden die Deutsche Meisterschaften, seit Aachen, wieder einmal mit den Reitern zusammen statt. Die DJM war in Freudenberg vom 09. – 13.08.06.
Die Anreise traten wir Mittwoch gegen 11.00 Uhr an. Wir, das waren Thomas, Christine, Katha, Lukas (als Pferd für dieses Jahr, ablösend für Real) und meine Wenigkeit. Voll bepackt bis unters Dach, ging es los, in Richtung Freudenberg. Christine am Steuer und Katha als Navigator daneben als Beifahrer. Die beiden quatschten die ganze Fahrt und Thomas und ich, wir beschäftigten uns in der Zeit mit Würfeln (welches nicht unbedingt langweilig war ;-) Ich sag nur: „Haha Papa … LOSER“ *ätsch* ;-)
Nun ja, nach einer geraumen langen und ohne Probleme verlaufenden Fahrt, kamen wir nun nach der Autobahn in die Nähe von Freudenberg und die Berge wurden hier auf einmal immer höher und steiler. Als wir dann, um zur Wettkampfanlage zu kommen, einen steilen engen Berg hoch mussten, haben wir nur gehofft dass uns keiner entgegen kommt. Was zum Glück nicht der Fall war. Nun endlich angekommen, stellten wir etwas entsetzt fest, dass sich die gesamte Reitanlage auf einer Bergkuppe befand und diese jetzt nicht unbedingt ein großes Hochplateau war. Erstmal egal, Lukas vom Hänger und umsehen wie denn der Rest hier aussieht. Nun das dauerte nicht gerade lange, da alles sehr zentriert auf einem sagen wir mal schmalen Berg lag. Wir haben uns dann nur irgendwann die Frage gestellt, wie es denn morgen werden würde, wenn die großen LKWs hier anrollen und sind dann nur zu einem Entschluss gekommen … CHAOS.
Als wir Lukas versorgt hatten, brachen wir dann auch so langsam aber sicher in Richtung unserer Unterkunft auf, welche eine kleine aber feine Ferienwohnung war. Dort abgekommen stellten wir erstmal klar, wer sich wo zum nächtigen niederlegen durfte und dann waren Thomas und Christine auch schon wieder verschwunden um noch schnell ein paar Sachen einzukaufen.
In der Zeit führten Katha und ich eine schöne Konversation und dann waren die anderen beiden auch schon wieder da. Also schön Abendbrot essen und Bett geh fertig machen. Gesagt getan.
Nach einer ruhigen Nacht auf dem Sofa meinerseits, sind wir dann auch schon relativ früh wieder aufgestanden um unser Pferdchen zu versorgen. Das stellte sich auch als gut heraus, denn der Parkplatz für Teilnehmer und Zuschauer befand sich auf einen Hang, Ja richtig gehört, auf einem schönen Berghang. Man muss auch dazu noch sagen, dass der Veranstalter ein schönes Schild geschrieben hat, wo nun drauf stand: „Bei Regen bitte den Parkplatz nicht anfahren.“ Was für die Teilnehmer, welche Ihre Ausrüstung und so in den Autos hatten, nun nicht sehr erfreulich gewesen wäre. Zum Glück hat es immer so geregnet, dass man trotzdem noch auf dem Parkplatz parken konnte.
Der Tag verlief sehr ruhig, da man nur das Training und die Verfassungsprüfung auf dem Programm hatte. Als wir dies hinter uns hatten, vertrieben wir uns die Zeit mit zuschauen bei den Dressur- und Springreitern und bei den anderen Voltis eben. Als wir abends wieder in unserer Unterkunft waren, nähte Katha noch schön an meiner Wettkampfhose (was sie sehr gut gemacht hat =), Christine bezog in der Zeit Pad und Schaumgummi für morgen. Jetzt ab ins Bett, das wir fit für morgen sind!
Also wieder früh aufstehen und dann zum Pferd. Wir hatten heute aber viel Zeit, da ich relativ spät dran war. Als es dann soweit war, bereiteten wir Lukas und mich auf unseren Einsatz vor und legten dann los.
Nach einer sehr stark auf Sicherheit geturnten Pflicht, kam auch noch eine etwas untertourige Kür. Welche mir zwar einen 11.Platz am heutigen Tag sicherte aber ich nicht sehr zufrieden mit mir war. Nun hatten wir aber noch Zeit uns die anderen anzusehen, was sich als Schwierig erweisen sollte, denn der Veranstalter wollte für einen Sitzplatz auf der Tribüne von uns Teilnehmern noch extra Geld haben. So wurden wir freundlich darauf hingewiesen, dass zwischen der langen und kurzen Tribüne in der Ecke die Sitzplätze der Teilnehmer seien. Das waren in diesem Fall ganz normale Bänke wie aus einer Turnhalle und Bierbänke, aber in so geringer Zahl, dass es nie für mehr als 4 Gruppen gereicht hätte. Noch dazu kam, dass die Sicht von diesen Plätzen so ziemlich nix-sehend war. So machten sich gleich einige Voltis auf, um den Veranstalter zu suchen und diesen einmal darauf anzusprechen. Nun nach einem schönen Tag, der auch einmal zu Ende geht, ging es wieder in die Unterkunft und ab ins Bett.
Kommen wir zu Wettkampftag Nummer 2. Heute war nur Technikprogramm angesetzt. Dieses lief etwas sehr schlecht, im Rad brachen mir aus unerklärlichen Gründen die Arme am höchsten Punkt zusammen und im Rückwärts Stehen musste ich etwas schnell abbauen um nicht ganz vom Pferd abzuhauen. Also unterm Strich ist es sehr sch…*biep* blöd gelaufen.
Haken dran und weiter mit dem Tag. Romy aus Altkirchen kam mit einer Studienfreundin vorbei und hatte eine Messanlage im Gepäck, mit der sie für ihre Studienarbeit ein paar Messungen an uns Voltis und an den Reitern durchführen wollten. Dies waren Gleichgewichtsübungen, die wir Voltis mit zu erwartendem hohen Gleichgewichtssinn absolvierten.
Die Überraschung lag darin, dass die Springreiter die schlechtesten in dem Test waren. Zur Belustigung des Tages haben Christine und Thomas diesen Test auch durchgeführt und es stellte sich heraus, dass Christine ein Gleichgewicht auf der Skala von ungefähr ein paarn 30 betrug (und 0 ist das Beste).
Thomas stellte sich da irgendwie ein bissel anders an, mit über 40 auf der Skala war es doch ein sehr erschreckendes Ergebnis. Man zitiere Romy: “Mit dem Gleichgewicht müsste man dich führen, von alleine müsstest du umfallen.“ Dies war eine Erheiterung der ganzen Meute und nicht nur für ein paar Minuten ;-)
Gegen Abend legten wir noch einmal ein Sondertraining ein, welches in der Zeit nicht so kurz war und wir feilten an der Kür bis zum abwinken.
Abends kam auch noch Uwe zu uns, der gegen Mittag in Leipzig aus seinem Urlaub gelandet ist und dann sich gleich auf den Weg zu uns gemacht hatte.
Jetzt am letzten Tag der Deutschen Meisterschaft dieses Jahres, wollte man noch einmal alles versuchen um sich wieder ein bissel mehr nach vorne zu werfen. Das setzte sich so um, dass Thomas mir mit meinem T-Shirt vor dem Einlauf noch schnell eine übergezogen hatte und dann ging es auch schon los.
Aber auch heute war ich irgendwie vom Pech verfolgt, die Kür klappte bis auf ein ziemlich blödes wegrutschen in einem Drehelement, wo ich einen ungewollten Zwischensprung an den Hinterbeinen einlegen musste und den nicht ausgestandenen Handstand relativ gut. Der Umlauf trotz der Fehler sicherte mir im gesamten einen 12. Platz. Dies war zwar besser als im letzten Jahr, aber dafür war ich mit meiner Leistung auf keinen Fall zufrieden. Ich kann dieses Jahr nur als Erfahrung hinnehmen und mir sagen, dass eben nicht immer alles klappen kann. Nachdem wir fertig waren, machten Thomas, Katha und ich uns mit Lukas auf den Weg in Richtung Heimat. Christine und Uwe wollten sich noch die Gruppen ansehen und dann kamen sie ebenfalls nach Hause.

Im groben und Ganzen war es ein lustiges Weekend, aber leider eben nicht mit meiner Zufriedenheit, was das turnerische betraf. Aber wir blicken jetzt in die Zukunft und konzentrieren uns auf die nächsten Turniere!

Das war die DJM mit allen Höhen und Tiefen aus meiner Sicht.

Bis die Tage
Carsten


Zurück