Voltigierturnier in Wollersleben am 9.5.2010


Für die M*-Gruppe  hieß es schon mitten in der Nacht ihre Betten zu verlassen und im Stall anzutreten, das war so gegen halb sechs. Immerhin hatten diesmal schon alle die Hälfte der Frisur mitgebracht sodass wir dann Pferde putzen und startklar machen konnte. Eingepackt war ja von gestern noch alles (naja, bis auf Geros Turniertrense und die weißen Turnschuh, aber irgendwas muss man ja schließlich vergessen.), als Micki mit der Ersten in Lößnitz war. Nun mussten Gero und Lukas ran. Vielen Dank an Steffen, dass er das ganze Wochenende für uns Pferde durch die Gegend gefahren hat.

In Wollersleben angekommen besetzten wir erstmal eine Menge Tische und Bänke und machten Haare und Haare und nochmal Haare. Aber es sah schön aus! Schon sehr bald hieß es dann für die Galopp-Schritt-Gruppe an zu treten. Auch wenn Pauline erst kurz vor Toresschluss eintraf und alle schon ein wenig nervös gemacht hatte, waren dann beim warmturnen alle wieder ganz gut dabei.  Na ja, die Aufgänge wie immer eine Katastrophe, was ich heute noch in den Fingern spüre, aber ansonsten alles schön. Wir liefen also ein und der erste Block war auch ganz passabel, und die Fehler aus dem zweiten hätte man sich echt sparen können: auf das Pad fassen, wiederholen, in den Dreck fassen, alles unnötig. Die Kür war dann bis auf Paulines Absturz, bevor sie überhaupt oben war und einiges Getrödel ganz nett.

Nach einer kurzen Pause ging es schon mit der M*-Gruppen-Pflicht weiter. Dabei stellten wir mal wieder fest, dass uns diese Halle so gar nicht behagt. Weder den Voltis, noch dem Pferd. Der Boden war so hart, dass wir die Abgänge nur langsam geturnt haben und die Flanken mehr oder weniger nur in den Außenseitsitz geturnt haben. Gero hingegen hatte ganz andere Probleme: er war von dem ganzen Lärm und Gewusel drumherum total aus der Ruhe und aus dem Konzept gebracht worden, woraufhin weder der Galopp gleichmäßig, noch der Zirkel rund waren. Wir hatten oben drauf also unsere liebe Mühe, aber so ist das eben in der ersten Saison, er kann ja nicht immer so schön gehen, wie vor zwei Wochen.

Eigentlich waren es jetzt nur noch 20 Minuten bis zur Schritt-Schritt-Gruppe, aber wir nahmen uns etwas mehr Zeit heraus, was zu einem riesen Durcheinander führte. Immerhin hatte ich sie schon angezogen und Pauline hatte sie warm gemacht, aber als Christine mit Lukas den Stall verließ, klingelte es schon. Hm, dumm gelaufen, es war also nicht nach gegurtet und Startnummern hatten wir auch nicht. Aber die Kinder merzten unsere Fehler wieder aus. Die Pflicht war super, allerdings gab es dann in der Kür einige Black-Outs. dafür haben sie es dann wenigstens in der Zeit geschafft, nur irgendwie waren sie nicht so recht zufrieden mit sich.

Die Mittagspause zog sich wegen der tausend Spielgruppen noch ewig in die Länge und gleiches geschah dann auch mit der Siegerehrung. Bei der schnitt die zwei kleinen Gruppen mit jeweils dem zweiten Platz ganz ordentlich ab und obendrauf gab es noch einige Platzierungen in der Pflichtwertung (ich erinnere mich nur noch an Henni und Marie mit Platz eins und Wiebke und ***** mit Platz drei, leider konnten sie es mir nachher gar nicht mehr sagen, was sie für einen Platz hatten...)

Gleich im Anschluss sollten die Gruppen Pflichten kommen. Da die Ehrung aber so lange gedauert hat und wir noch warten wollten bis der größte Trubel vorbei war, wurde Gero über eine Stunde ablongiert, was er nach der Vorstellung von früh wohl auch nötig hatte, denn siehe da, auf einmal ging er total super. Also, wenn man nur aufs Pferd geachtet hat und nicht auf Christine, die wahrscheinlich genauso viel gelaufen ist wie Gero. Aber oben drauf war alles ruhig und rund und wir legten eine saubere Kür hin, ab der es lediglich noch am Ausdruck fehlte.

Mit der Zeit waren jetzt auch die Einzel eingetroffen und es ging für Lukas und Christine gleich mit den drei Mädels weiter. Keine fünf Minuten später musste Gero mit Carstens schon wieder in den Zirkel laufen. Für die Pferde ging der Turniertag damit endlich zu Ende. Sie wurden von ihren Zöpfchen befreit und geputzt, die Gruppe und Einzel mussten dann aber noch zu Siegerehrung. Also Trainingsanzüge zusammensuchen und in die Halle stellen. Die zu überbrückende Zeit verbrachten wir wieder nur mit Blödsinn. Wie zu erwarten wurde dir Gruppe erster, da es ja eh nur eine war. Auch Carsten und Lena belegten den ersten Platz, Anni wurde zweite und Lene dritte.

Jetzt ging wieder alles ganz schnell: Umziehen, einpacken, Pferde anziehen und aufladen, in die Autos setzten losfahren. Bloß keine Zeit verlieren. Im Stall ging es dann nicht mehr so zügig von statten, aber immerhin, gegen acht konnten wir den Heimweg antreten.

Adele
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