Thüringer Landesmeisterschaften in Waltersleben am 29./30.5.2010

VIELEN, VIELEN HERZLICHEN DANK!

In der ersten Zeile müssen unbedingt stehen: Bernd, Yvonne, Kati, Angie und Uwe Udhardt, Christine und Thomas Dünisch, Sabine Schneidewind, Stefan Reinsch und Markus Danz.
Ohne die wäre das Turnier weder organisiert, noch vorbereitet und auch nicht durchführbar gewesen.

Natürlich danken wir auch den vielen, vielen Eltern, die den ganzen Tag im Kuchenzelt Kaffee gekocht und verkauft haben. Und die Tage waren lang...
Auch den Eltern die zwei lange Tage alle vier Minuten das Tor auf und zu gemacht haben und darauf geachtet haben, dass keine unnötige Unruhe entsteht. Herzlichen Dank.

Wir danken Doris, Kerstin, Franzi und Maria, sowie deren Pferden, dass sie Samstag so schön durch den Schlamm geschwebt sind und Kinderreiten gemacht haben.

Nicht zu vergessen die reichlichen Sponsoren von Ehrenpreisen (Namen folgen) und unserem Hauptsponsor Elektro Sicherheitstechnik GmbH & Co.KG . Sie haben nicht nur Aufkleber und zwei riesen Plakate mit unserem Logo drucken lassen, sondern auch eine tolle Musikanlage mitgebracht, aufgebaut und zwei Tage lang bedient, was bei so mancher CD und so manchem Extrawunsch wahrlich kein leichter Job war.

Für die Entscheidungsfindung möchten wir uns herzlich bei Anke Lemmnoch-Altmann, Rosemarie Ganswind, Uwe Udhardt, Kati Udhardt, Melanie Squara, Anne-Marie Brandt und Franziska Pohl bedanken.
Hierzu gehört dann natürlich auch die Meldestelle mit Sabine Schneidewind, Ines Schmidt und Ingrid Reichenbacher, sowie Henni, Sophie, Anna, Nele, Anne-Marie, Lukas, (fehlt jemand?) die zwei lange Tage ständig den Weg zwischen Halle und Richterturm gegangen sind, um die Protokolle abzugeben.

Last but not least danken wir allen, die ich vergessen habe aufzulisten.

So, jetzt zum Geschehen: Nachdem wir vor einer Woche schon einen Arbeitseinsatz gemacht hatten, bei dem wir die Anlage in einen ansehnlichen Zustand brachten, ging es die Woche über neben den abschließenden Trainingseinheiten weiter mit Vorbereitungen. Freitagmittag war dann endlich nur noch die Halle übrig geblieben. Das Lederzeug war bis um eins gründlichst poliert, die Hufe pedikürt und wenn wir schon mal dabei waren, auch gleich noch die Schweife mit Erdbeershampoo gereinigt. Dann konnten wir im strömenden Regen die Halle beginnen. Nachdem man sich dann endlich geeinigt hatte, wieviel Platz wir hinten freilassen, falls das Wetter uns wirklich einen Strich durch die Rechnung machen sollte, konnten wir beginnen. Hinten begrenzten Hindernisse, die aus technischen und sicherheitsrelavanten Gründen schräg stehen mussten, den Zirkel und vorne gab es viele schicke Blumenkübel. Bänke wurden angeschleppt, gereinigt und mit Decken belegt. Die Richter bekamen Podeste und Tische, unser Vereinslogo und die Thüringer Fahne wurden aufgehängt und als letztes kamen dann noch die frischen Späne und die Birken hinein, die Bernd und Angie im strömenden Regen und im Morast watend gefällt und hergefahren hatten. Markus und Wieland Krispin bauten die Musik auf. Damit keiner ertrinkt, galt es dann überall noch Gummimatten auszulegen und die Straße zu kehren. So, ich würde sagen, damit können die Thüringer Meisterschaften 2010 beginnen.

Samstag früh wurde also schon um fünf der Stall gemistet, damit er um sieben, wenn alle anreisen, fertig war. Wir richteten also die Sitzmöglichkeiten draußen her, putzen die Pferde, machten Haare. Um neun begann der Wettkampftag mit den L-Pflichten, wo wir keine Gruppe am Start hatten. Für uns ging es erst 9.30 Uhr mit der M*-Pflicht los. Da ja draußen alles unter Wasser stand, holten wir Gero nur aus seiner Box und gingen direkt in den Wettkampfzirkel. Diesen Kaltstart meisterte er einwandfrei, denn nach einigen Runden lief er 1 A. Wir waren mit uns aber nicht sehr zufrieden. Es gab zwar keine großen Fehler, aber jeder hatte irgendwas vermasselt und wie wir schon feststellten, wir haben uns seit dem letzten Jahr nicht weiter entwickelt. Es folgten fünf weitere M-Gruppen, bei denen die Pferde teilweise nicht sehr gut liefen und dann unsere Erste, die sich mit der Pflicht auf den zweiten Platz turnte. Um es allen ein wenig leichter zu machen, verhängten einige Helfer in der folgenden kurzen Pause den Spiegel, denn der war der Grund für einige schlecht gehende Pferde.

Bis zur Mittagspause folgten die A-Gruppen, bei denen wir leider auch noch keine am Start haben. Wir machten also den Hufschlag und sammelten Protokolle ein. Aber auch die Schritt-Schritt-Gruppe trudelte langsam ein, so dass ich denen noch die Haare schön machte. Alle schon total aufgeregt, wollten sie endlich  ihre Dresse haben. Die zwei Jungs, der eine das erste Mal dabei, waren nicht sehr angetan von diesen. Hätte ich vielleicht vorher erwähnen müssen, dass die eng und anliegend sind...? Na egal, was muss, das muss. Noch mal die Kür durch gemacht und gefragt ob jeder weiß, wann er dran ist, was natürlich nicht der Fall war, und los gings. Die Pflicht lief super und die Kür war auch ganz ok, zumindest haben sie alles gezählt, nichts vergessen und nicht getrödelt. Nur Nele und Marlene haben je einmal vergessen überhaupt in die Mitte zu laufen, aber alles halb so wild. Schlimmer als im Training konnte es ja nicht kommen und dafür haben sie es echt spitze gemeistert.

Als alle Schritt-Gruppen ihr Programm absolviert hatten, ging es auch schon zur Siegerehrung. Die Schritties, WL V, erreichten einen unerwarteten zweiten Platz! Ihr habt euch super zusammengerissen. Gleich im Anschluss daran, folgten die Galopp-Küren. erst L dann M. Für mich hieß das im Eiltempo umziehen, Kür auf der Grete turnen und los gings. Tja, mit dem Spiegel hatten wir uns dann ein Eigentor geschossen: Gero kennt den nur unverhangen und hat die ersten Runden einen großen Bogen drum gemacht, dann wurde es aber besser. Cosi und ich, natürlich mal wieder voll gegen den Trend, turnten eine super Kür, wohingegen alle anderen etwas unkonzentriert waren. Tja, kommt vor. Ein ganz schneller Pferdewechsel folgte und Waltersleben I war dran. Auch hier ein Kaltstart. Sie legten eine sehr sichere Kür hin und schoben sich damit auf den ersten Platz. Wieder ein schneller Pferdetausch auf Lukas folgte, denn die Einzelvoltigierer waren schon als drittes Pferd an der Reihe. Lena und Lene auf Lukas machten ihre Sache ganz gut, obwohl sie nicht ganz zufrieden waren. Im Anschluss dann Carsten und Anni auf Gero. Anni natürlich mega aufgeregt, weil sie erst einmal auf dem Gero geturnt hat, aber auch ihre Pflicht und Kür lief sauber durch. Den Tag beendeten zwei Doppel, die mit den Theman zwar voll im Trend liegen (Ich sag nur die Ungarn sind ein Traum und Pill wie immer erste Sahne), aber es waren so einige unschöne Abgänge dabei, vor allem aus den Griffen, was schon wieder echt gruselig war.

Halb sieben dann die Siegerehrung des heutigen Tages.
Anne, "extra" aus Berlin zum schreiben angereist, wollte nach einem echt langen Tag endlich Heim, aber ihr Auto sprang nicht an, so dass sie erstmal ihr Bordwerkzeug rausholen musste. Zu genial, wie dann der Hammer zum Einsatz kommt. Aber es ging trotzdem nicht. Erst nach einer Stunde hat jemand an dem richtigen Relais gewackelt und schon sprang der kleine gelbe Flitzer an. Danke für deinen Einsatz am Wochenende und gute Heimfahrt.
Zu guter letzt hat Christine uns dann noch mal schnell für die Fränkische gemeldet. Woho, das ist noch mal ein echt großes Turnier für uns.

Gegen neun waren wir dann endlich zu Hause und konnten ins Bett gehen, wenn da nicht noch Fußball, Boxen und ESC gewesen wäre... Na ja, aber wir wollten auf keinen Fall mit den Knauthainern in ihrem Zelt tauschen, denn es schüttete schon wieder ununterbrochen. Für die Frühaufsteher am Sonntag fing der Tag also ziemlich nass an, aber zur großen Erleichertung wurde es dann besser und es hielt auch noch fast den ganzen Tag, so dass das Mittag in der Sonne eingenommen werden konnte. Aber immer der Reihe nach. Da Anna heute gar keine Zeit hatte, musste die Galopp-Schritt-Gruppe schon um neun Uhr starten.  Haare gingen relativ schnell, dann halfen sie noch im Stall ein wenig mit und schon gings los. Anna und Sophie hatten sich gestern ein Gedicht ausgedacht in dem die Blöcke beschrieben werden und an was sie alles denken müssen. Sie haben auch nicht die gleichen Fehler wie in Wollersleben gemacht und die misslungenen Liegestütze waren ein wenig meine Schuld. Aber das Knien haben sie alle selbst total vermasselt. Dafür war die Kür der absolute Hammer. Sehr schön. Von allen Seiten gab es dafür eine Menge Lob.

So, kurze Pause und dann der Schock des Tages: Auf manche Kinder und damit deren Eltern ist echt kein Verlass. Miss Schritt-Kind hatte keine Lust auf zu stehen und kommt nicht zum Voltigieren. Ahhh, was ist denn das bitte??? Daraufhin fängt Alex erstmal vor Wut an zu weinen und Ricarda spuckt fast die Zahnpasta ins Wohnzimmer, also im Ernst das kann es doch nicht sein. Eine Stunde vor Beginn der Prüfung musste dann Emilia einspringen, die gerade in der Badewanne lag. Na ja, man kann alle Widrigkeiten überwinden und so meisterten wir gemeinsam auch diese Situation. In der Pflicht und in der Kür je einen Fehler, der aber zu verkraften war.

Es folgte die Mittagspause mit Nudeln und dann die Siegerehrung der SS und GS-Gruppen. Beide gewannen souverän ihre Prüfung. Endlich ist der Knoten bei der dritten Mannschaft geplatzt und sie können sich auf einen Aufstieg im nächsten Jahr freuen. Für die M-Gruppen stand dann gleich die zweite Kür an. Immer noch im Kaltstart wurde Gero immer besser. Ich, mal wieder gegen den Trend, machte heute Blödsinn, wohingegen der Rest eigentlich ganz gut lief. Sorry Tini, da war die Kraft weg. Die M**-Gruppe legte dann wohl eine blitzsaubere Kür hin und war überaus zufrieden. Für die Pferde hieß es jetzt in der Halle ganz schnell Gurte tauschen, da am heutigen Tag weniger Gruppen und Einzel an den Start gingen, so dass es echt stressig wurde. Wir harkten auch schon ganz langsam, damit sie ein wenig mehr Zeit hatten, aber so recht gereicht hat das noch nicht. Da Nadias Pferd heute nicht noch einmal gehen sollte, ging sie heute mit auf den Lukas. Im Wettkampfzirkel lief sie das erste Mal an ihn an und hatte schon einigen Bammel. Aber es klappte alles wunderbar. Zwischen Lukas und Gero dann noch die Lößnitzer und Thomas kramte sein "Viel Glick" heraus. Genial. Bitte jedesmal so, das hebt die Stimmung. Die Gero Einzel Anni und Carsten machten ihre Sache dann auch super.

Damit waren die Wettbewerbe beendet und es ging für die Teilnehmer nur noch zur Siegerehrung. Und man glaubt es kaum, wir sind an beiden Tagen im Zeitplan geblieben! Die drei Landesmeister 2010 kommen somit aus unserem Verein: Waltersleben I, Marlen Hohmut und Carsten Dünisch. Waltersleben II ist Vizemeister. Lena Schneidewind Landessieger der Nachwuchseinzel und Annika Schneidewind zweite. Damit haben wir in allen Kategorien, in denen wir an den Start gegangen sind erste Plätze geholt. Das alles wäre nicht ohne die zahlreiche Unterstützung vom Verein (der uns in der besten Zeit die Halle übelässt), den Sponsoren und den Eltern möglich gewesen. Wir danken euch. Natürlich gab es für jeden Meister und jeden Sieger einen Tusch. Die Mädels der Ersten machten bei jedem Händeschütteln einen Knicks. Und dann gab es auch noch ein kleines Taschengeld für Marcus und Wieland. Sie machten sich selbst den Tusch an und probierten das auch mit dem Knicks. Der ist aber verbesserungswürdig, Jungs. Aber gut, sie hatten in den letzten 96 Stunden auch nur 6 Stunden geschlafen und dafür waren sie echt aufmerksam. Einige Verbesserungen haben sie sich schon ausgedacht und ich hoffe ihr kommt nächstes Jahr wieder.

Aufräumen ging diesmal durch die hohe Zahl an Helfern sehr, sehr schnell. Halb sieben war alles an Ort und Stelle, unterbrochen wurden wir nur durch einige Schauer von Starkregen. Die wilden Hühner aus der ersten mussten natürlich gleich noch mal testen, wie das so ist da drin rum zu springen. Es gab noch eine Runde Würstchen für alle und wir stießen noch auf das durchaus gelungene Turnier an. Die meisten gingen schon um halb sieben, damit sie um sieben Phine im Fernsehen bestaunen konnten. Die restliche Runde löste sich gegen halb neun auf.


Adele

PS.: Die Pläne fürs nächste Jahr reifen schon: Da die Herrenkonkurrenz ja bisher noch keine richtige Konkurrenz ist, mit nur einem Teilnehmer, werden wir zwei weitere Voltigierer an den Start schicken: Thomas und Uwe. Die haben dann auf jeden Fall Silber und Bronze sicher. Müssen sich dann nur leider gegenseitig richten. Ach ja, und eine Senior-A-Gruppe muss her... Und Sabine freut sich doch schon riesig auf ihre Meldestelle, oder?

 

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