| Fitnesslehrgang in Blankenburg am 18.-20.6.2010 |
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Was uns erwarten sollte, wusste keiner von uns zwölf Voltis so richtig, als wir uns am Freitag gegen vier in Erfurt auf den Weg nach Blankenburg – diesmal nur Blankenburg, ohne Bad, dafür im Harz – machten. Carsten mit Luisa und den Schneidis und das Auto Reinsch mit Henni, Fine und der zweiten Annika hatten schon ein bisschen Vorsprung. Für Angies „Möhre“ inkl. Lara :-P und mein Auto ging es dreiviertel fünf ab Thüringenpark los. Sollte ja eigentlich laut Navi auch reichen, um etwa zwei Stunden später am Ziel zu sein. Leider waren da die unzähligen Baustellenampeln und Bahnübergänge der Harzer Schmalspurbahn auf der Strecke wohl nicht eingerechnet… Naja, mehr Zeit, um im Auto mit Adele und Miri über das Walterslebener, bundesdeutsche und internationale Voltigeschehen zu diskutieren und das Wort des Freitags zu küren - „Kettensägenschnitzertreffen“. Im Fitnessstudio RM Balance - Blankenburg/ Harz angekommen, war nur kurz Zeit um die Sachen auszuladen und schon ging es los mit dem Wochenendprogramm. Nachdem uns Thilo Reinsch, Onkel von Henni und Fine und sozusagen unser Lehrgangsleiter, den Ablauf erklärt hatte, durften wir uns zuerst mit Matten auf Stepbrettern und Langhantelstangen anfreunden. Nach teilweise recht anstrengenden anderthalb Stunden erkundeten wir dann die Saunalandschaft: Carsten alleine in der normalen Sauna (ca. 8qm, drei Sitzebenen), Miri und Adele im Sprudelfußbad und Luisa, Angie, Anni, Lara, Lena und ich zusammen in der einetagigen 2qm-Dampfsauna. ;-) Highlight dort waren die bunten Lichter an der Decke, die natürlich nicht alle gleichzeitig, sondern jeder „Neueintretende“ einzeln entdeckte und wir somit das „Oah, da sind ja bunte Lichter an der Decke. Und die wechseln sogar die Farbe“ mehrfach hörten, bevor wir in der Dampfnebelwand verschwanden. Unsere Pizzabestellung hatten wir noch vor der Saunatour abgegeben, sodass wir direkt im Anschluss unsere hungrigen Bäuche füllen konnten. Der Isomatten/Luftmatratzen-Schlafsack-Kreis war danach schnell aufgebaut und gegen zwölf kehrte, nach so einigen Lachern (Katha: "Hier ist es unbequem. Ich hab irgendwie 'nen Arm übrig." Lena: "Ich weiß auch nicht, wohin mit meinen Haaren!" und dem sich anschließenden Kurzüberfall auf den Mattenhaufen im Lagerraum nebenan), Tränen (Verkündung Starter Deutsche Meisterschaft) und dem Kollektiv-Zähneputzen Ruhe ein. Abgesehen von Miris ungeplantem nächtlichen Toilettenbesuch mit Retourenschein fürs Abendessen sollte diese bis zum nächsten Morgen gegen halb acht anhalten. Etwas zerknüllert, aber mit erstaunlich wenig Muskelkater krabbelten wir am nächsten Morgen aus unseren Schlafsäcken. Ab ins Bad und dann zum Frühstück, dass dank meiner Vergesslichkeit ohne Marmelade, "nur" aus Milch, Kaffee, Brötchen, Wurst, Käse und Nutella bestand. Frisch gestärkt, probierten wir uns weiter durch die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen isotonischer Getränke, bei denen sich Maracuja, Zitrone, Multivitamin und Grüner Apfel mehr und mehr zu den Favoriten entwickelten. Pünktlich um neun ging es wieder in die "Orangerie" im ersten Stock, wo uns Trainerin Sabrina mit einem morgendlichen Wellness-Workout erwartete. Letztendlich bestätigte sich die Ankündigung von Thilo am Vorabend: die Musik Wellness, die Übungen Workout. ;-) Direkt im Anschluss ging es mit Markus raus in die freie Natur, zum Blankenburger Trimm-Dich-Pfad. Nach dem Weg dorthin und ziemlich vielen Treppenstufen zur Erwärmung, wurden die fünf Lauf-Kilometer durch Slalom, Balancieren, Klimzüge, Hockstreck- und Bocksprünge unterbrochen. Highlight war wohl aber der kleine Abstecher zum Aussichtspunkt "Ruine Luisenburg", der in gruppenzwangartiger Voltimanier bei allen mit einem Stempel auf dem Handrücken festgehalten wurde (die Stempelverantwortliche entdecke auch noch rechtzeitig, dass man noch bessere Stempelergebnisse erreicht, wenn man das Stempelkissen auf macht und nicht nur mit der Restfarbe auf dem Deckel stempelt ;-) ). Zurück im RM Balance war dann erstmal Zeit zur Stärkung. Was eignet sich da besser als Nudeln mit roter Sauce?! Nachdem die hungrigen Mäuler gestopft waren und wir Angie verabschiedet hatten, die in Erfurt ihr Abschlusszeugnis in Empfang nehmen durfte, hatten wir bis 14.30 Uhr Mittagspause, die mit Einkaufen, Musik hören, laut oder leise Schlafen, … ;-) in unterschiedlichster Art und Weise genutzt wurde. Sich dann rechtzeitig wieder aufzurappeln, kostete zwar ein wenig Überwindung, aber Thilo schaffte es mit Kleingeräten wie Hanteln, eiförmigen Gummibällen, Terrabändern, "Tubes" (langen Gummiseilen mit Griffen an den Enden) und Partnerübungen uns wieder in Gang, zum Schwitzen und Lachen zu bringen. Als letzte Trainingseinheit des Tages stand 16.15 Uhr Indoor-Cycling, auch bekannt unter dem Begriff "Spinning", mit Markus auf dem Programm. Für Henni, Fine und Annika endete der Trainingstag stattdessen auf dem Laufband, da die Räder für die drei doch noch eine Nummer zu groß waren. Für den Rest war nochmal gehörig Schwitzen angesagt. Recht schnell stellten wir fest, dass das Strampeln zur Musik ziemlich anstrengend sein kann, um das mal vorsichtig zu formulieren. Spätestens beim Drei-Etappen-Sprint, bei dem Markus 100, 110 und 120 Tritte pro Minute von uns forderte, gingen und stießen wir an unsere Grenzen. Nach diesen intensiven 75 Minuten zum Abschluss, freuten wir ausgepowerten Voltis uns nun umso mehr auf Sauna, Dusche und den danach angekündigten Grillabend auf der Terrasse von Familie Reinsch. Wieder um Erfahrungen reicher (Der Kleinsten kann man am besten die "Hausarbeit" aufdrücken. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, eine Paprika aufzuschneiden. Gemüse verdunstet nahezu in einer elfköpfigen Voltirunde. Maiskolben lassen sich sehr schlecht teilen. Carsten zum Englisch-Reden zu bewegen ist aussichtslos.), kehrten wir nach einem sehr leckeren Abendessen in unser Quartier zurück. Die folgende Uno-Runde sollte eigentlich der Abschluss des Tages sein. Gegen zehn, alle schon in den Schlafsäcken liegend, war es aber leider immer noch zu hell, um schlafen zu können. Die unerschöpflichen Voltis legten daraufhin kurzerhand noch eine Geigelrunde u. a. mit Flieger im Schlafsack und daraus resultierenden, vorhersehbaren Abstürzen und Lachanfällen ein, bevor Dunkelheit und Müdigkeit dann doch zum Einschlafen ausreichten. Der Sonntagmorgen begann ähnlich wie der Samstag. Raus aus den Schlafsäcken, diesmal ein wenig eher, um nicht wieder das akademische Viertel vor dem Frühstück auszureizen und um in Ruhe frühstücken und danach unser Nachtlager abbauen zu können. Um neun hatten wir uns dann auf den Läufbändern und Fahrrädern zur Erwärmung verteilt. Eine Viertelstunde später sollten wir Bekanntschaft mit dem Dr.-Wolff-Zirkel machen. Kurz gesagt: Krafttraining ohne Gewichte, nur durch die Bewegung des eigenen Körpers. Schnell wurde dabei auch unsere Lieblingsübung gekürt, bei der man nach Sit-ups vorwärts, seitswärts, rückwärts, Schwing-Stick und Armkraftübungen sich einfach Vornüber-Hängenlassen und den Rücken dehnen und entspannen dufte. Dafür war die vorgegebene Minute viel zu schnell vorbei. Alle anderen Geräte, an denen wir in zwei Durchgängen trainierten, beanspruchten vielfältig teils gut trainierte, teils bisher eher weniger berücksichtigte Muskelgruppen. Kaum die letzte Station beendet, erwartete uns auch schon Oma-Reinsch zur Tanzstunde. An Haltung, Beinstreckung und dem bewussten Einsatz von Hand- und Kopfbewegungen für ausdrucksstarktes Turnen sollte gearbeitet werden. Zunächst hieß es dafür im Strecksitz Kniescheiben hochziehen bis die Fersen abheben, Rücken lang und der Reihe nach abwechselnd erst Arm- und dann Kopfbewegungen vor- bzw. nachmachen. Auch die anschließenden Nachstellschritte quer durch den Raum mit unterschiedlichen, frei zu erfindenden Arm- und Kopfbewegungen verlangten uns einiges an Kreativität ab, bevor es zum Abschluss noch eine Lektion an der Ballettstange für die Haltung, sowie das Strecken und Heben der Beine gab. Fazit aus dieser Stunde: großer Bedarf zur weiteren Bearbeitung dieses Gebietes. ;-) Die letzte Trainingseinheit des Wochenendes war ein Zirkeltraining an Geräten mit Gewichten, betreut von Thilo und Markus. Die zwölf Stationen forderten noch einmal alle unseren großen und kleinen Muskelgruppen. Als Ausklang des bewegungsreichen Wochenendes schwangen wir uns noch einmal auf die Fahrräder und Laufbänder, um während des Mitfieberns beim Rudern (Finallauf Weltcup in München, Männer-Einer, Marcel Hacker, der selbst im Studio in Blankenburg trainiert und von Thilo betreut wird) einen guten Abschluss für das Wochenende zu finden. Nach dem Dank der Gruppe an alle Trainer, die uns während des Wochenendes begleitet haben, waren die restlichen Übernachtungsutensilien schnell in den Autos verstaut und der Weg zum Gasthaus zum Goldenen M eingeschlagen. Die verbrannten Kalorien der letzten Tage wollten ja wieder aufgefüllt werden. :D Gegen zwei rollten die Autos dann in Richtung Heimat, die wir nach etwa zwei Stunden Fahrt deutlich schneller als auf dem Hinweg erreichten. Zusammenfassend kann
man sagen, - und
ich denke, das ist im Namen aller - dass wir froh und sehr dankbar
sind, dass uns Familie Reinsch ein so tolles und abwechslungsreiches
Wochenende mit Super-Trainingsbedingungen, professioneller Anleitung
und herzlicher Betreuung ermöglicht hat. Wir hoffen, wir dürfen
wiederkommen! by Katha |
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