| Deutsche Meisterschaften im
Voltigieren auf dem Schlobachshof 2010 von Katharina |
|
Donnerstag. Weckerklingeln 5:00 Uhr, also mitten in der Nacht. Draußen Regen. Eigentlich zwei gute Gründe, um liegen zu bleiben. Aber immerhin wollten wir ja zur Deutschen Meisterschaft fahren und das nicht nur als Zuschauer. Überzeugt! Also raus aus dem Bett, denn für 5:45 Uhr hatte ich mich mit Lara verabredet und 5:50 Uhr war Treffen bei den Schneidis vereinbart. Dank kurzfristiger Planänderung und kleiner Kommunikationsschwäche war es dann kurz nach sechs, als mein Auto mit Lara, Lena und Fine Richtung Schlohbachshof rollte. Das zweite Auto mit Carsten, Luisa und Anni steuerte zunächst Weimar an, um das Team Waltersleben I für diesen Tag zu komplettieren (oder kurz: um Nadia abzuholen) und sich anschließend ebenfalls auf den Weg nach Leipzig zu machen. Nach unserer Ankunft auf dem Schlobachshof führte der erste Weg zu Micki und Gero. Die beiden waren mit Christine und Thomas schon am Sonntag zuvor nach Leipzig gefahren - die Zweibeiner zum Helfen bei den Vorbereitungen für das Großereignis, die Vierbeiner zum Eingewöhnen. Allerdings zu Mickis Leidwesen, denn unserem armen Fuchs hatten die Mücken und Bremsen die Woche über ziemlich zugesetzt und ihn in einen Streuselkuchen verwandelt. "Den Schwarzen", wie Thomas von Gero berichtete, "haben sie größtenteils verschont." Da Mückenstiche aber zum Glück kein KO-Kriterium fürs Voltigieren sind, konnten wir planmäßig unsere letzte Trainingseinheit vor dem Wettkampf absolvieren. Durch Christines gute Kontakte zu den anderen Landesverbänden, hatten wir zu den 20 "Thüringen-Minuten" (8:45 Uhr bis 9:05 Uhr laut straffem Zeitplan) noch jeweils 20 von Mecklenburg und Sachsen dazu bekommen, sodass die Gruppe mit Micki und Carsten mit Gero eine Stunde im Ablongierzelt zur Verfügung hatten. Carsten, der nach seinem ungeplanten Abgang knapp zwei Wochen zuvor mit immer noch angeschlagenem Ellenbogen das erste Mal wieder voltigierte, beobachteten wir natürlich besonders genau. "Geht!" Aufatmen. Belastungsprobe bestanden - zwar nicht mit 100 Prozent Leistungsfähigkeit, aber wettkampftauglich. Nun musste noch ein wenig Zeit totgeschlagen, bis wir nach dem Mittag zum Einchecken ins Hotel konnten. Dort wartete dann die nächste neue Erfahrung auf uns: Codenummern als Zimmerschlüssel. Damit niemand seine Nummer vergessen konnte, tippten wir diese sogleich brav nach Anweisung in unsere Handys ein. Kurz darauf kam es, wie es kommen musste: ein Luftzug, ein lauter Knall, Hotelzimmertür zu, Lara und Lena draußen auf dem Flur, Codenummer vor lauter Schreck vergessen und die Handys als Erinnerungshilfe natürlich auf der anderen Seite der verschlossenen Tür. Nach zahlreichen Versuchen, den Code zu knacken, entschieden wir uns dann doch, das Problem dem Hotelpersonal zu beichten. Wenige Minuten später konnten die beiden Ausgesperrten wieder in ihr Zimmer und hatten auch alle anderen ihre Codenummern gewissenhaft auswendig gelernt. Als nächstes standen Einkaufen und Essen auf dem Programm. Auf dem Weg Richtung Mc Donalds/Einkaufszentrum entdeckte Lena ihre "süße Phase", in der alles Kleine kurzerhand als "süß" bezeichnet wurde. Das ging von "Süß, guckt mal, ein ganz kleines Matratzen-Outlet" über "Und da, wie süß, eine Mini-Sparkasse!" bis zu "Fine, du bist ja süß". Logischer Umkehrschluss: alles was groß ist, ist sauer. Also sind die "WL-I-Kleinis" süß und "die Großen" sauer. Wenn man aber nicht mehr ganz klein ist, andererseits auch noch nicht zu den Großen zählt, wie Lara und Lena mittlerweile, ist man dann süß-sauer?! Auf diese Frage konnte bis zu McDonalds keine Antwort gefunden werden und mit vollem Bauch denken, war viel zu anstrengend. Dann doch lieber eine Fahrt im Einkaufswagen durchs Real, während die zweite Hälfte von WL I im Aldi shoppen war. Von Annis und Nadias Abstecher ins Zoogeschäft sollten wir erst später erfahren. Jetzt aber erstmal schnell zurück zu den Pferden, denn für 16:30 Uhr war ja die Verfassungsprüfung angesetzt. Christine hatte unsere beiden schon schick gemacht und eingeflochten, sodass wir nur noch einmal Striegel und Kardätsche schwingen mussten. Im letzten Jahr hatte uns Micki mit seinem Aufenthalt in der Holdingbox ja mächtig zittern lassen. Hoffentlich stand uns dieses Jahr nicht wieder so ein Nervenkrimi bevor. Spannend würde es auf jeden Fall werden, denn diesmal sollte Carsten die Pferde vorstellen. Wie das bei neuen Aufgaben so ist, war natürlich auch eine Portion Aufregung mit dabei. Als dann für Micki nach Schritt, Trab und Begutachtung der Beine und der Sattellage durch Richter und Tierärzte das Urteil "Zum Wettkampf zugelassen" durch den Lautsprecher tönte, atmeten wir zum zweiten Mal an diesem Tag auf. Auch Gero, der trotz seines kompakten Körperbaus im Trab förmlich über das Pflaster schwebte und damit den Prüfern unwillkürlich ein Lächeln ins Gesicht zauberte, passierte die Verfassungsprüfung problemlos. Wir vereinbarten mit Christine und Thomas, dass sie uns die Ergebnisse der Mannschaftsführersitzung am Abend und die damit verbundene Auslosung der Startplätze für den ersten Wettkampftag per Telefon durchgeben. Damit stand unserem Rückweg ins Hotel und dem "Patchwork-Abendessen" nichts mehr im Weg. Schnell hatten wir ein Zimmer auserkoren, auf dem wir uns trafen und jeder seinen Teil, ob Salat, Brötchen, Würstchen oder Gemüse zum gemeinschaftlichen Abendessen beisteuerte. Danach folgte der vereinbarte Telefonanruf. Carsten war zum früh Aufstehen gezwungen, da die Einzel-Pflicht die erste Prüfung am Freitag und Carsten der fünfte Starter sein würde. Die Gruppe konnte ein wenig länger schlafen, denn die Gruppen-Pflicht stand erst am frühen Nachmittag auf dem Programm. Auch in diesem Jahr hatte die Auslosung wieder Überraschungen mit sich gebracht. Startete doch die für die Weltreiterspiele in Kentucky nomminierte Gruppe Ingelsberg I von der - im Voltigiersport ungeliebten und ungünstigen - "Poleposition". Wir sollten als achte der 26 gemeldeten Gruppen in den Wettkampf gehen. Aber das war ja schon der Plan für den nächsten Tag. Jetzt führte unser Weg erstmal durch den lustigen Eckschrank in unseren Zimmern alias "Bad" in die Betten.
Planmäßig um die Mittagszeit stiegen wir in die Autos, um zum Schlobachshof zu fahren. Hätte ich nicht über Nacht versehentlich das Fenster auf der Fahrerseite offen gelassen, wäre es wenigstens im Auto trocken gewesen. Draußen regnete es mal wieder in gewohnter Manier. Für ein Fußgängerpärchen kurze Zeit später noch ein bisschen mehr, denn ich hatte auf der Fahrt vor lauter Aufregung und Quatschen mit Lara und Lena eine riesengroße Pfütze am Straßenrand übersehen… Doch Pferd fertig machen, Umziehen und Aufwärmen ließen wenig Zeit für ein schlechtes Gewissen. Mit der Pflicht stand die erste der drei Teilprüfungen kurz bevor. Obwohl wir eigentlich rechtzeitig mit den Vorbereitungen begonnen hatten, wurde unsere Zeitplanung dann doch gehörig durcheinander gebacht. Grund war eine Stichprobenkontrolle von Tierarzt und Pferderichtern bei Micki. Dazu kam noch eine vergessene Armnummer, sodass letztendlich unsere Einlaufmusik schon lief, als wir in Hektik unsere Dresse zuknöpften, die Wettkampfschläppchen anzogen und Doris aus Lößnitz schnell noch etwas Haftspray auf unser Pad sprühte. Vielleicht war es aber gerade diese Anspannung, die für die gute Leistung in den darauf folgenden vier Minuten sorgte. Micki lief super und wir konnten unsere Trainingsleistungen abrufen und hier und da sogar noch eine Schippe draufgelegen. Zufrieden warteten wir unser Ergebnis. Dank unseres sehr engagierten Fanblocks mit Schriftführerin Sabine waren wir außerdem jederzeit über die Noten der anderen Gruppen und unsere Platzierung informiert. Im Ergebnis der Prüfung hatten wir drei Gruppen hinter uns gelassen, eine weitere war wegen Lahmheit ihres Pferdes nicht zum Wettkampf zugelassen worden. So konnten wir uns über unseren 21. Platz freuen und hatten schon einen guten Schritt in Richtung "vorletzter Platz in der Gesamtwertung nach allen drei Wettkampftagen", unserem erklärten Ziel für die diesjährige Deutsche, gemacht. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit Spielen wie "Wer fängt mit der Zunge die meisten Regentropfen" (Übungsmaterial gab es reichlich) oder "Wer pult die schönste Haselnuss aus ihrer Schale" und Zugucken auf der Tribüne. Carstens Auftritt in der Einzel-Kür am späten Nachmittag inkl. sehr gut laufendem Gero rundete das Bild der soliden Walterslebener Leistungen des ersten Wettkampftages ab. Als Lohn für das erfüllte Soll folgte ein Gruppenausflug ins nahegelegene Einkaufszentrum. Anni und Nadia, die am Vortag schon das "Gelände erkundet" hatten, wollten uns im Zoogeschäft das "Gero-Meerschweinchen" zeigen. Dabei blieb es zum Glück, die Idee des "Gruppenmeerschweinchens" konnte sich dann doch nicht durchsetzen. Natürlich wurde die Gelegenheit gleich noch genutzt, um auch alle anderen Tiere ausgiebig zu betrachten und mit "ah", "oh" oder "iih" zu kommentieren. Danach wollten wir noch auskundschaften, ob man bei ROLLER einen Roller kaufen kann, also ab ins Möbelhaus. Da der Test allerdings negativ ausfiel und unsere Kauflust damit noch nicht befriedigt war, war der Tedi unsere letzte Chance. Trotz laufender Spielzeughunde und singenden Hühnern entschieden wir uns dann doch für langweilige, aber gruppeneinheitliche Stulpen in schwarz. Sie sollten unser von Sabine und Peter gesponsortes Outfit (schwarzes Shirt "Team Thüringen", schwarze Hotpants "Waltersleben I") gepaart mit unseren kunterbunten Trainingsleggins/-anzügen vervollständigen. Wieder zurück im Hotel, wollten wir unsere hungrigen Bäuche mit Pizza füllen. Leider schienen wir nicht die einzigen mit dieser Idee gewesen zu sein, denn es dauerte geschlagene anderthalb Stunden bis der Pizzamann nach unserer Online-Bestellung am Hotel eintraf. Als letzter Akt des Tages wurden also (teilweise schon in den Betten liegend) die Pizzen vertilgt und dann schnell ab ins Traumland, denn schon um fünf würde der Wecker wegen Haare machen klingeln.
Samstag. Pünktlich um fünf war das erste matte Klopfen an unserer Zimmertür zu hören. Kurz darauf waren alle müden Waltersleben-I-Mädels mit Verpflichtung zur Einheitsfrisur eingetroffen. Da Lara zur Kür ihren Platz mit Fine getauscht hatte, standen uns nur fünf Haarbändigungen bevor, die wir bis zum Frühstück planmäßig abgearbeitet hatten. Danach ging es, wie gewohnt bei Regen, ab in die Autos und auf zum Wettkampfort. Angie mit Eltern war jetzt auch eingetroffen und WL I damit komplett. Da konnte ja nichts mehr schief gehen. Um vor der heutigen Kür eine ähnliche Hektik wie gestern zur Pflicht zu vermeiden, rechneten wir einen besonders großen Zeitpuffer ein. Außerdem wollten wir die Kür, die wir durch Carstens Absturz im Training noch nie vollständig auf dem Pferd geturnt hatten, am Turnpferd noch ein, zwei Mal durchgehen. Auch Richter und Tierarzt, die sich auch heute wieder von der Gesundheit der Gruppenpferde überzeugten, konnten unseren Plan nicht durcheinander bringen. Und trotzdem kam es wieder anders. In der Kür der an zweiter Position gestarteten Gruppe aus Badenstedt war ein Block abgestürzt. Nach der Durchsage, dass aus Sicherheitsgründen die verletzte Voltigiererin mit dem Hubschrauber abgeholt werden würde, mussten wir uns auf eine größere Verzögerung einstellen. "Warm-Halten" hieß jetzt die Herausforderung. Unzählige Runden und Bahnen im tiefen Sand des Ablongierzeltes später wurde der Wettkampf fortgesetzt. Die "Pferd-Premiere" unserer Kür lief trotzdem recht gut, auch wenn kleine Wackler und nicht ganz passende Handbewegungen noch Luft für den Sonntag ließen. Umso erstaunter waren wir, als unsere Note durchgesagt wurde. Weit abgeschlagenes Schlusslicht, noch hinter den gestürzten Badenstedtern? Das konnte nicht sein! Das sagten auch die Handy-Internetrecherchen unseres Fanblocks. Auf Nachfrage in der Meldestelle wurde der Fehler bemerkt und das richtige Ergebnis angesagt, das uns dann doch Grund zur Freude lieferte. Wie am Vortag waren drei Gruppen hinter uns. Die Vorlage der Gruppe mit ihrem selben Platz wie am Freitag konnte Carsten im Einzel natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Keine leichte Aufgabe, denn das Technikprogramm gilt nicht gerade als Carstens Lieblingsprüfung. Gero machte es aber Micki nach und galoppierte super seine Runden, sodass Carsten abgesehen von seiner "Nadel", die nach wie vor eher eine saubere Standwaage ist, eine gute Runde ablieferte. Das wurde belohnt. Zum ersten Mal in seiner Einzelkarriere hatte er auch nach dem Technikdurchgang gegenüber den anderen Startern keinen Boden verloren. Auch er erreichte die selbe Platzierung wie am Freitag. Nun, da die turnerische Aufgabe des Tages erledigt und die Anspannung abgefallen war, merkte man uns doch das frühe Aufstehen an. Teils auf der Tribüne, teils im Auto versuchten wir, ein paar Minuten Schlaf aufzuholen. Am Abend stand ja immerhin noch die Teilnehmerehrung und eventuell die Teilnehmerparty an. Sogar das Wetter besserte sich ein wenig, sodass sich unter die Regengüsse immer längere trockene Abschnitte mischten. Das Warten im Ablongierzelt für die Aufstellung zur Teilnehmerehrung war trotzdem nicht besonders angenehm. Durch den vielen Regen war der Boden feucht und zum Abend hin wurde es auch recht frisch. Patentiertes Voltirezept: Sich mit Rumalbern warm halten. Bis zum geordneten Einmarsch auf die Teilnehmertribüne klappte das gut. Die "Indoor-Variante" lieferten uns dann die Zuschauer auf der gegenüber liegenden Tribüne. Zum Lied "we no speak americano" wurden Arme nach unten gestreckt, gekreuzt und gehoben und später noch durch Aufstehen und "whouu"-Rufe erweitert. Da kam keine Langeweile auf. Dann ging es nach Landesverbänden sortiert in den Wettkampfzirkel, wo jeder von uns eine Schleife und einen Anstecker in Empfang nehmen durfte. Nach diesem offiziellen Teil war es mal wieder Zeit für die "Raubtierfütterung", also: McDonalds-Besuch. An so einem Wochenende muss eben auch auf ausgewogene Ernährung geachtet werden. ;-) Mampfend überlegte ein Teil der Großen, nochmal zurück zur Teilnehmerparty zu fahren. Nachdem der Zeitplan für Sonntag ausgehandelt war, der 6.00 Uhr Haarstyling vorsah, entschieden wir uns aber doch, geschlossen den Weg in die Betten anzutreten.
Sonntag. Finaltag. Beim Aufstehen mal kein Regen. Na das schien doch ein vielversprechender Tag zu werden. Allerdings steckte den meisten von uns das viele Laufen zum Warm-Halten vom Samstag ganz schön in den Knochen. Zur Müdigkeit kamen also noch schwere Beine und ein generelles KO-Gefühl dazu. Das würde spannend werden. Aber die Gruppe hatte ja noch ein wenig Schonfrist. Erst war Carsten mit der Einzelkür dran. Die Konstanz in diesem Jahr war fast zu schön um wahr zu sein. Auch am dritten Tag sahen wir im Wettkampfzirkel einen toll galoppierenden, super longierten Gero und einen souverän turnenden Carsten. Klasse Vorstellung! Ob auch die Gruppe am dritten Tag nochmal ihr ganzes Leistungsvermögen würde abrufen können? Der Wille war auf jeden Fall da. Nach der Frage "Wie machen wir es heute?" und der sechsstimmigen Antwort "Besser!" liefen wir in den Zirkel. Die Halle war jetzt nach der Mittagspause rappelvoll und unser Einlauf wurde von Klatschen, Rufen und Ermunterungspfiffen begleitet. Dann wurde es still. In den darauf folgenden vier Minuten hatten wir die Chance zu zeigen, dass die Kür am Vortag kein Zufallsprodukt gewesen ist und man auch in Thüringen auf hohem Niveau Voltigieren kann. Der Plan ging auf. Micki und Christine in ihrem einmal mehr perfekten Zusammenspiel legten den Grundstein für die abschließende Kür. Von den Wacklern vom Vortag war fast nichts mehr zu sehen und auch das Turnen zur Musik klappte viel besser. Mein Block stand dank Motivationscoach Nadia auf dem Hals und einer mit Selbstverständlichkeit und Überzeugung turnenden Anni trotz "Pudding" in meinen Armen und Beinen auch an diesem Tag. Dazu wuchs unsere kleine Fine in ihren Blöcken über sich hinaus und kaschierte kleine Unstimmigkeiten im "Unterbau" durch sicheres Turnen und ihre bestechende Ausstrahlung. Nach dem Auslauf wurde unsere Leistung entsprechend bejubelt, sowohl von der Tribüne aus, als auch von uns vor der Halle. Fazit: An allen drei Wettkampftagen das volle Leistungsvermögen abgerufen und teilweise noch ein bisschen mehr und das nicht nur die Gruppenvoltigierer und Carsten im Einzel, sondern auch besonders Christine an der Longe und unsere beiden vierbeinigen Partner unter uns. Alle Beteiligten hatten alles gegeben. Das muss man erstmal behaupten können! Nach getaner Arbeit traten die Pferde die Heimreise an. Wir Voltis schoben uns noch einmal auf die Tribüne, um die Küren der Spitzengruppen anzuschauen. Danach ging es auch für uns nach vier anstrengenden Tagen zurück in die Heimat. Es folgte das übliche Endprozedere: Pferde versorgen, Autos und Hänger ausräumen.
Danksagung. Ähnlich wie bei einer Oscar-Verleihung muss nach diesem Wochenende, an dem wir uns mit unserem 19. Platz in der Gruppenwertung und Carstens 11. Platz im Einzel trotzdem alle wie Sieger gefühlt haben, Zeit für ein großes DANKE sein. Dies gilt für:
Christine, für deinen Einsatz "am anderen Ende der Longe", der in seiner Qualität und Hingabe einmalig und alles andere als selbstverständlich ist. Deiner Ausbildung der Pferde und Voltigierer verdanken wir verlässliche und gut gehende Pferde und unseren turnerischen Erfolg!
Micki und Gero, die das erhöhte Trainingspensum im Vorfeld gut bewältigt und mit uns im Wettkampfzirkel alles gegeben haben
Thomas, der unsere Pferde langfristig durch seine Arbeit im Sattel auf dieses Ereignis vorbereitet und eine Urlaubswoche geopfert hat, um als Helfer auf dem Schlobachshofs die Deutsche Meisterschaft mit vorzubereiten und durchzuführen
Angie und Luisa, die beide nicht mitturnen konnten und uns trotzdem super unterstützt haben
Lara, die auch nach ihrer Auswechselung immer an unserer Seite war
Bernd und Stefan, die
sich als "Pferdetaxi" zur Verfügung gestellt haben die mit gesponserten Shirts und Hotpants das "Team Thüringen - Waltersleben I" für alle erkennbar gemacht haben und unseren Fanblock, der auf der Tribüne mit uns mitgefiebert hat.
Danke euch allen! |
| Berichte |