| Fränkische Meisterschaft in Coburg-Hohenstein am 26.6.2010 |
Dies sollte unsere vorerst letztes Turnier vor der Sommerpause sein, welches wir für das Aufpeppeln unseres Selbstbewusstsein nutzen und endlich mal unser eigentliches Können abrufen wollten. Es waren die fränkischen Meisterschaften in Oberfranken, welche von 25.-27. Juni andauern sollten. Wir starteten außer Konkurrenz in der Meisterwertung und gingen nur am Samstag an den Start. Doch ganz von vorne. Wir hatten Glück, dass es eins dieser Turniere war, an dem wir etwas später losfahren konnten. So trafen wir uns gegen 8.00 im Stall von Waltersleben (Ausnahmen bestätigen die Regel -Rosa und ich kamen etwas später nach den üblichen Kommunikationsproblemen an-). Da einige sich am Vortag schon im Stall getroffen haben, um das Lederzeug ein zu fetten und das restliche Equipment einzupacken, war nun nicht mehr allzu viel zu tun: Gero putzen und transportfähig machen, alles im Auto verstauen und einigen die Haare machen. Beim Thema "Haare" war man gespaltener Meinung, doch die Mehrheit entschied sie für den Donut, welchen wir schon zum C-Team-Cup trugen. Vielleicht würde er uns ja Glück bringen, da man zum damaligen Turnier beachtliche Erfolge erzielte.... Als wir und unser Pferd startklar waren setzte sich unser kleiner Tross, bestehend aus Christines Auto mit Pferdehänger und Adeles voll gepackten Auto in Bewegung. Dies hielt jedoch nicht lange an. Ein Stück auf der Autobahn gefahren, mussten wir schon anhalten, da Christine dringenden Bedürfnissen nachgehen musste. Tja dies sollte es aber nicht gewesen sein, einige Zeit später kam es wieder zu einer Pause. Christine hatte vergessen uns in Coburg anzumelden, so musste Carsten jetzt von zu hause aus diese Aufgabe in die Hand nehmen, welche er mit Bravour gelöst hatte, nochmals "Danke!" =) Nach 1.5-2 Stunden Fahrt in brütender Hitze kamen wir auf der Anlage an, die sich als riesig und weitläufig entpuppte. Wir checkten die Lage, machten eine Box für Gero ausfindig und gaben die Musik an der Meldestelle ab. Schnell noch das erste Frühstück verzehren, den Letzten die Haaren machen, auf die Toilette gehen und dann ging es schon ans Aufwärmen im Schatten. Mit Mühe zwängten wir uns in unsere Dresse, was bei den Temperaturen eine schwere Aufgabe war. 12.53 ging es dann zur Pflicht. Zu unserer Einlaufmusik und einem improvisierten Spruch aus den Reihen der Zuschauer( "Lasst es krachen Waltersleben", eigentlich "Lasst es krachen Franken") liefen wir in den riesigen Zirkel ein und es ging los. Nach 7-minütiger Pflicht war alles schon vorbei. Im Großen und Ganzen waren wir mit unserer Leistung zufrieden. Es wurde relativ sauber und ruhig geturnt, größere Fehler waren nicht zu erkennen. Besonders zufrieden waren wir mit unserem Pferd Gero. Er lief schon ziemlich routiniert im Zirkel und es waren nur kleine Unregelmäßigkeiten zu erkennen und zu spüren. Jetzt hatten wir erst einmal circa 3 Stunden Zeit um Kraft tanken, uns zu entspannen, Musik zu hören und den anderen Gruppen zu zugucken. Einige schlemmten beim großen Angebot des Essens (Pommes, Salat, Gyros, Eis, Würstchen, Brezeln). Andere plünderten ihr Proviant und Gero war ganz nah in seiner Box mit Fenster bei unserem Deckenlager auf der Wiese dabei und kontrollierte immer, ob wir noch da seien und keinen Unsinn machten (kommt ja bei unseren Kleinen des Öfteren vor. Ein Problem trat jedoch auf: Die Toiletten waren verstopft! Jetzt lag es an uns ein stilles Örtchen zu suchen, da das Problem erst Stunden später gelöst werden konnte. Vera und ich machten uns in die nächstgelegene kleine Wirtschaft in Bieberbach auf und die Anderen suchten ihr Glück im angrenzende Wald. dies war gar nicht mal so einfach, überall waren jetzt Leute und im Wald ging es steil bergauf, doch jeder hat überlebt. Adele entschied sich, da sie ja eh nicht in der Kür mitstarten würde, nicht miteinzulaufen, um Fotos zu machen. Nun musste geklärt werden, wer denn bei Ein- und Auslauf zählen würde. Letztenendes übernahm ich dann die Aufgabe. Schon machten wir uns wieder auf um uns warm zu machen, welches bei circa 30°C große Überwindung kostete, aber was sein muss, muss sein. 17.40 waren wir mit der Kür an der Reihe. Wir turnten obligatorisch alles noch einmal am Holzpferd durch und schon ging die Musik an und wir standen im Zirkel. Ich gab mein Bestes beim zählen und schließlich lief Vera als Erste ans Pferd. Bis auf 2 Fehler lief alles reibungslos, sicher, sauber und das gab uns ein super Gefühl. Auch die umgestellte, etwas sanftere Musik, konnten wir besser umsetzten, auch wenn diese nicht jedem gefiel. Mit einem großen Grinsen im Gesicht verließen wir die Hallen und zogen endlich die Dresse aus. Kollektiv liefen wir mit Christine und Gero zum Parkplatz und erlösten Gero von Pad, Gurt, Schaumgummi etc. Anschließend folgte die Siegerehrung, die etwas langatmig war, da noch der beste Spruch des Tages gekürt wurde (insgesamt standen 16 zur Auswahl...). Zu unserer Überraschung bekamen wir unsere, nach Eschwege 2009, lang ersehnte 6.097 als Wertnote für diesen Auftritt! Wir haben uns riesig gefreut. Jetzt hieß es alles einzupacken und wie anfangs unser Pferd und uns startklar zu machen. Dann machten wir uns auf den ersehnten "Nachhause-Weg" und fuhren der schönen untergehenden Abendsonne und dem aufgehendem Junimond entgegen. Circa 22.15 kamen wir in WL an und wir mussten uns erst einmal etwas anziehen, da es sich ziemlich abgekühlt hatte. Gero lief geschafft, wie wir alle, freudig in seine Box und wir erledigten den Rest. Schließlich machte sich jeder, mit müden Augen, auf nach Hause. Hinter uns lag ein langer,heißer und erfolgreicher Tag , den wir unter anderem Christine zu verdanken haben, da sie uns kurzfristig dort angemeldet hatte. Lieben Dank dafür, dass du mit uns nochmals einen Samstag geopfert hast! Wir hatten sehr viel Spaß und waren endlich nach einem Turnier zufrieden! Bis auf ein nächstes Mal! Marie Bevor ich es ganz vergesse: ein dickes Bienchen an Miri, die es endlich geschafft hatte, zu einem Turnier ihre Schläppchen auf Vordermann zu bringen. Super!=) |
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