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Voltigierturnier
in Eschwege am 20.9.2009
Halb
sieben trafen wir uns im Stall, putzen Lukas, machten die Haare,
packten ein... na ja, zumindest das Meiste. Als wir in Eschwege
ankamen stellte sich heraus, wir haben das Pad vergessen. Unser
tolles neues gewöhnt, haben wir uns ein realtiv altes geborgt, damit
wir wenigstens starten konnten und bedanken uns hiermit bei den
freundlichen Helfern. Mit der Pflicht waren wir dann auch schon
gegegn elf an der Reihe. Der erste Block lief im Gegensatz zu sonst
echt super, ist aber noch ausbaufähig, beim Zweiten ist wenigstens
jeder einmal ganz hochgechwungen, anstatt gleich die Beine rum zu
reißen. Also auch hier waren Fortschritte zu sehen.
Anschließend
hatten wir ziemlich lange Zeit bis zur Kür, was wir zum Haare
bekleben nutzen. Auch Lukas sah dieses mal besonders toll aus.
Passend zu unseren Haaren, hatte er rot-weiße Zöpfchen bekommen.
Für ihn gab es dann noch einen Korb mit Äpfeln und Möhren zum
Abschied, denn dies sollte sein letztes M-Turnier sein. Er wird die
nächsten Jahre die kleinen Gruppen starten und die zweite Gruppe
wird auf Gero zu den Turnieren fahren. Außerdem haben wir uns mit
einer Torte bei Chrsitine für die Saison bedankt. Leider vergaßen
wir sie zu fotografieren, die Torte sah mit einem Bild von Lukas und
Christine oben auf echt super toll aus. Und geschemckt hat sie
auch. Den Rest der Zeit ließen wir Lukas grasen und sonnten
uns.
Zum Glück wurde dir Kür dann um eine Stunde nach vorne
gezogen und wir machten uns für halb drei startklar. Da wir dieses
Jahr noch nie in ein und derselben Besetzung gestartet waren, war die
Kür mal wieder etwas chaotisch und unsicher. Vorallem der Mittelteil
hatte ich so das Gefühl, denn die Dreier klappten ohne Probleme,
selbst auf dem ungewohnten Pad. Anschließend ging es sofort zu
Siegerehrung. Wir erreichten den zweiten Platz, aber das wirklich
tolle war die Wertnote: 6,2! Wenn das mal kein guter Abschluss von
unserem Ersten Jahr in M* ist.
Nun war eine zügige Heimreise
angesagt, umziehen, einpacken, verladen, losfahren... Im Stall hat
dann auch jeder eine Aufgabe übernommen und es ging ziemlich schnell
bis alles wieder an Ort und Stelle war sowie Lukas geputzt und
gewaschen. Damit ist auch für uns die Saison 2009 beendet.
Thüringer
Landesmeisterschaft am 29./30.8.2009
Zu
aller erst möchten wir den Familien danken, ohne die dieses Turnier
für keinen von uns möglich gewesen wäre. Wir danken Familie
Udhardt, Schneidewind und Reinsch für ihren Einsatz, ihre Zeit und
ihre Geduld, die sie dieses Wochenende für uns gegeben haben. Ohne
sie hätten die Pferde nicht transportiert werden und wir nicht
teilnehmen können. Ein riesen Dankeschön an euch!
Auch ein
großes Dankeschön an die erste Gruppe, die am Freitagabend für uns
gepackt und die Pferde fertig gemacht hat, so dass wir, die Zweite,
nicht extra anreisen mussten. Wir sind erst Samstag früh viertel
Sechs im Stall erschienen und haben Lukas und Gero geputzt, für
Micki waren schon einige aus der M**-Gruppe da. Um sechs Uhr wollten
wir rollen. Na ja, in der Realität sieht es dann so aus, dass wir um
sechs anfingen die Gamaschen anzuschnallen. Lukas ging mir auch super
einfach und unkompliziert auf den Hänger, Micki stellte dann alle
anwesenden auf die Probe und Gero ging sogar im Freien relativ zügig
hoch. Nun konnte die Walterslebener Karawane, bestehend aus drei
Hängern, mit der obligatorischen viertel Stunde Verspätung endlich
rollen.
In Wollersleben angekommen, mussten die Pferde zur
Verfassungsprüfung, die sich ein wenig verzögerte und die ersten
beiden Gruppen bekamen die Haare gemacht. Dann ging es auch schon
bald mit den Pflichten los. Wir haben von unseren beiden Gruppen den
Anfang gemacht und waren absolut nicht mit uns zufrieden, obwohl die
Erwartungen im Voraus nicht all zu hoch waren. Na ja, es ist
schließlich das erste Jahr in M*, da lässt sich so was
verschmerzen. Vier Gruppen später war Waltersleben I an der Reihe.
Den Noten nach zu urteilen legten sie eine saubere Pflicht hin, denn
sie gingen klar in Führung im Rennen um den Titel. Nachdem wir sie
lautstark angefeuert hatten, haben wir unser Pferd fertig gemacht.
Nun hieß es erst einmal Mittag machen, aber nicht zu lange, denn die
Zeit bis zur Kür war nicht all zu großzügig berechnet. Unsere Kür
stand ja erst seit anderthalb Wochen, da die Mitglieder ständig
wechselten, weshalb wir auch hier keine all zu großen Hoffnungen in
uns setzten. Im großen und Ganzen lief es aber erstaunlich gut. Vor
allem Rosas Part hat uns echt begeistert. Auch wenn es unsicher war,
es gab von allen Seiten Lob für Kreativität und Gestaltung. Na
dann, nehmen wir uns einfach vor es morgen besser zu machen.
Nun
hatte die Erste ihren Auftritt, aber auch hier einige Unsicherheiten
mit Stürzen, was sie nicht allzu zufrieden stimmte. Noch schlimmer
war aber für uns alle, dass die auf Erfolgskurs liegende Erste wegen
eines Regelverstoßes disqualifiziert wurde. Das hat die Stimmung
echt gedämpft und es gab kein anderes Thema mehr als wir auf der
Wiese lagen, uns gegenseitig massierten und Gummibärchen aus
Schweden aßen. Lukas hatte nun, nachdem wir ihm die Beine gekühlt
und fressen lassen hatten, seine Mittagsruhe verdient, ehe er mit den
Einzeln wieder an den Start musste.
Carsten und Gero liefen
als nächstes für unsin den Zirkel. Nach kurzen üben stand auch
schon unser Schlachtruf fest: "Heere comes the man in
blaaaaack!" Gero als Newcomer hatte sich mit der Halle irgendwie
noch nicht ganz angefreundet, was Carsten beim Anlaufen fast einen
Kopf kürzer gemacht hätte. Danach lief es aber eigentlich ganz
anständig. Die Pflicht ging und die Kür fand ich auch super schön
und dynamisch, eben so gut, wie es auf einem neuen Pferd geht. Die
zwei Mädels waren dann erst gegen Ende der Prüfung dran. Unter dem
Motto "Jetzt erst recht" liefen Anni, Lene, Christine und
Lukas das letzte Mal an diesem Tag in den Zirkel. Annis Debüt im
Einzel stand unter keinem guten Stern, aber Lene zeigte mal wieder
eine solide Leistung.
Die Siegerehrung des heutigen Tages
fand wieder mit einiger Verspätung statt, was uns allen etwas Nerven
kostete. Wir, also die M*, landete auf dem 5. Platz und im Rennen um
den Titel nur 0,3 Punkte hinter Gera. Carsten heute auf Platz eins,
Anni im Nachwuchs leider nur auf 5 und Lene auf Platz 7 (?).
Nun
endlich neigte sich der Tag dem Ende, wir wünschten den Pferden eine
gute Nacht und bezogen die Bungalows, in denen so einige
Überraschungen warteten. In großer Runde gab es dann noch Nudeln
und eine Krisensitzung um den Samstag Revue passieren zu lassen,
sowie den Sonntag zu planen. Es wurde jetzt uns übertragen den Titel
zu holen und alle wünschten uns noch einmal gutes Gelingen. Die
"Kleinen" waren dann auch gegen 21.45 Uhr im Bett und die
Großen benutzen noch nacheinander das Bad bis auch sie um Zehn im
Schlafsack lagen. Wir waren zwar todmüde, aber an Schlaf war trotz
alledem nicht zu denken, weil die in der Mitte liegende im
Nachbarzimmer die zwei anderen auf Trab hielt und die Party dort echt
immer lauter wurde. Egal, so ist das mit Voltis eben, immer gut
gelaunt.
Für Kati und mich, noch ziemlich müde und
verpennt, hieß es dann um halb sieben wieder aufstehen um die
Galopp-Schritt auf ihren Start vor zu bereiten. Tini wollte mit, da
es ihre alte Gruppe ist, womit wir auch die anderen beiden nicht
liegen lassen konnten, was ihnen meiner Meinung nach irgendwie nicht
all zu gut tat, hätten ruhig noch weiter schlafen können. Sehr weit
kamen wir auch nicht denn unser Schlüssel passte unten an der
Schranke nicht, wodurch erst einmal 20 Minuten ins Land gingen bis
wir dann den Schlüssel aus Bungalow 1 erobert hatten und die Fahrt
antreten konnten. Die Gruppe trudelte auch gerade erst ein, Kati und
ich machten die Haare, die Kleinen den Gero. Vorher sind wir noch
einmal alles durchgegangen und es sah so aus als hätte sich jeder
seine Kür gemerkt. Der erste Block war auch echt ok, dann funkte
Gero einmal dazwischen, indem er plötzlich stehen blieb und wir nur
noch im vorderen Teil des Zirkels Aufgänge machen konnten. Der
zweite Block lief dann auch, aber die Kür war etwas ausdruckslos.
Meiner Meinung nach hat sich die dritte Gruppe zum letzten Turnier
aber auf jeden Fall gesteigert.
Kaum war ich aus dem Zirkel
raus sind Bernd und ich auch schon den Rest aus den Bungalows holen
gefahren. Sie waren gerade am Aufstehen und wollten Frühstücken,
das musste jetzt erstmal verschoben werden. Mit Ach und Krach passten
alle Taschen und Voltis in die drei Autos und schon ging es auf die
Rückfahrt zum Stall, wo wir erst einmal ein Frühstückspicknick
veranstaltet und anschließend die Haare machten. Die tausend
Schritt-Gruppen brachten die Veranstaltung dann um 1,5 Stunden in
Verzug, was irgendwie nervte. Unsere war gegen Ende mit Micki dran.
Der Einlauf ließ zwar einen Chaoshaufen vermuten aber der Rest lief
dann ganz gut.
Wir gingen jetzt noch einmal zum Auto, um uns
zu sammeln und noch dreimal die Kür durch zu gehen. Der Druck lastet
schon irgendwie schwer auf uns. Egal, Dresse anziehen, Pferd putzen
und fertig machen, rennen gehen, Einlauf üben, Lukas führen, warm
machen, die erste anfeuern, ohoh und schon gings los. Total aufgeregt
gingen wir in die Halle und machten uns auf dem Pferd warm, wobei wir
peinlich genau darauf achteten, bloß keinen Blick in den
Wettkampfzirkel auf die vor uns liegenden Geraer zu werfen. Na ja, da
müssen wir jetzt durch, mit vielen Umarmungen und der Maßgabe
„Spannung ist das ganze Leben“ liefen wir zur letzten Kür ein.
Leider wieder nicht zufrieden stellend. Es gab Abstimmungsprobleme
und jeder hatte so eine Übung, die nicht gekleppt hat, aber
immerhin, es war so gut, wie im Training. Nur die Erwartungen, die
0,323 zu Gera aufzuholen konnten wir leider nicht erfüllen.
Vor
den Einzelstartern hat Lena Lukas geführt und Katharina, Christine
und ich sind zur Siegerehrung mit den Nachwuchsgruppen, was uns einen
5. sowie 1. Platz der jüngsten Gruppe einbrachte. Dann hieß es
Dresse einsammeln und Micki wurde von Katharina ausgiebig geputzt und
von seinen Zöpfen befreit, während die anderen beiden aber noch
einmal ran mussten. Bei Anni lief es dieses mal ausgezeichnet und
auch Lene zog ihr Programm super durch. Während Marie und ich Lukas
kühlten und ihn mit „Fingermalfarbe“ die Hufe verschönerten
ging unser letztes Trio an den Start. Gero wollte bei Carsten dann
wohl mal wieder seinen eigenen Kopf durchsetzen und gedachte den
Zirkel zu verlassen. Aber Carsten reagierte schnell, womit es keine
Hilfe von außen war und sie konnten die Prüfung fortsetzen.
Die
letzte Siegerehrung fing dann ausnahmsweise mal pünktlich an. Die
M** gewann die Kürwertung des Tages und wir erreichten Platz 4. In
der Meisterehrung schob sich Anni durch ihre tolle zweite Runde doch
noch auf Platz 2 vor, Carsten wurde Meister und Lene holte Bronze.
Die zweite Gruppe der PSG Waltersleben wurde im ersten Jahr in M
Vizemeister von Thüringen.
Nun schnell ein geordneter
Rückzug: restliches Zeug einpacken, Pferde reisefertig machen und
los ging es, diesmal mit weniger Terz beim aufladen, denn auch die
Tiere hatte das Wochenende mächtig geschlaucht.
Das waren
meine Eindrücke vom Wochenende, falls noch jemand was ergänzen
möchte, kann er oder sie das gerne tun. Ich gratuliere allen
Gewinnern und Platzierten und bedanke mich bei allen Unterstützern.
Adele
Deutsche
Meisterschaft 2009 oder „Wie
Waltersleben I nur knapp an einer Weltreise vorbeigeschrammt
ist“
Das
Abenteuer Deutsche Meisterschaft begann für uns am Donnerstag, den
09. Juli 2009. Nachdem wir am Vortag schon alles eingepackt hatten,
wollten wir uns halb acht im Stall treffen, um acht den
Leihtransporter abholen und dann los. Naja, zumindest war das der
Plan. Die Realität: Auto abholen wollen, schnell noch Carsten wegen
der fehlenden Kaution am Geldautomaten vorbeischicken, feststellen,
dass die Turnierkiste zu breit ist und kurzerhand deshalb noch die
zweite Rückbank ausbauen, Plätze der Mitfahrer im Transporter und
Kathas Golf ausknobeln, Micki und Gero aufladen und dann – endlich
– los. Bei Dresden bauten Angie, Luisa, Lene und ich kurzerhand
noch eine kleine Uno-Spiel-Pause ein, um auf den Transporter mit den
Pferden zu warten. Insgesamt dreieinhalb Stunden und ein Wendemanöver
im Gewerbegebiet später eroberten wir Walterslebener Voltigierer die
Reitanlage „Partwitzer Hof“ in Klein Partwitz. Objektiv in der
Nähe von Hoyerswerda und der polnischen Grenze gelegen, subjektiv -
mitten in der Pampa. Was das konkret bedeuten sollte, erfuhren Lene,
Luisa und ich, als wir nach dem Pferde-Abladen nach einer
Einkaufsmöglichkeit suchten. „Da kommt immer mal einer vorbei“
berichtete uns die Wirtin der Pension im Nachbarort auf die Frage
nach einer Kaufhalle oder Ähnlichem. Etwa zehn Kilometer weiter
fanden wir dank dem NORMA-Schild dann doch einen REWE, um unsere
Großbestellung Getränke umzusetzen. Auf dem Rückweg wurden wir
zudem auf diverse regionale Highlights wie den „Älternabend“ und
„Rock am Rasen“ hingewiesen. Nach unserer Wiederankunft folgte
die erste ungeahnte und ungeplante Zitterpartie des Wochenendes.
Während Gero die Verfassungsprüfung problemlos passierte, war Micki
so aufgeregt, dass er statt schön geradeaus eine mehrfache
Schlagenlinie lief. Ergebnis: Holdingbox und zurückgestellt zur
Wiedervorstellung. Sollte die Deutsche für uns schon zu Ende sein,
bevor sie eigentlich angefangen hatte? Zehn Pferde später musste
Micki noch einmal vortraben. Bei den Voltis Zittern, Beten und
Übelkeit. Wieder berieten sich die Tierärzte und Richter. Dann ein
kurzes Nicken. Jubelschreie. Erleichterung. (Schade nur, dass in dem
ganzen Trubel Angies und Lenas Handy abhanden gekommen sind )
Anschließend folgte dann der große Deal: Wenn wir am Freitag in der
Pflicht Letzter werden, muss die Gruppe Thomas ein Eis ausgeben, beim
vorletzten Platz bekommen wir von Thomas ein Eis. Sollten wir vier
Gruppen hinter uns lassen, wollte Thomas mit uns Essen gehen und beim
ersten Platz nach der Pflicht winkte eine Weltreise.Und
selbst Christine stimmte zu. In Vorfreude auf unsere Riesenchance am
nächsten Tag wurde die Kür noch einmal auf dem Holzpferd
durchgeturnt. Danach fuhren wir in unser Quartier und warteten bei
Toast und Würstchen auf Christine und das Ergebnis der Auslosung für
den Startplatz in der Pflicht. Viele gespannte Augenpaare richteten
sich dementsprechend auf sie, als die Tür aufging. „Morgen früh
8.30 Uhr – erste Gruppe!“ Entsetzen!!! PAUSE. „Reingefallen.
Vorletzte Gruppe, 12.40 Uhr...“ Unser lautes Gejubel wurde durch
Christines „... nach Köln...“ zwar durch ein kurzes Aufstöhnen
unterbrochen, aber letztendlich konnten wir doch mehr als zufrieden
sein. Carsten hatte es im Einzel nicht ganz so gut getroffen und war
als sechter von 45 Startern an der Reihe. Doch er nahm es gelassen
und meinte: „Da werde ich wenigstens nicht erst wieder kalt,
sondern kann gleich weitermachen“. Dann kehrte relativ schnell Ruhe
ein und Anni, Lena, Angie, Luisa, Lara, Lena, Carsten, Lene,
Christine und ich sanken in die Betten unserer gemütlichen
Unterkunft.
Der erste richtige Turniertag
begann morgens um acht mit
Brötchen, Kaffee, Kakao und Orangensaft am Frühstückstisch. Nach
der Fahrt zum Partwitzer Hof folgte das normale
Wettkampf-Vorbereitungs-Prozedere: Pferd putzen und voltifertig
machen, den Mädels die Haare einbetonieren, aufwärmen und
ablongieren. Die Spannung stieg, der erste große Auftritt rückte
näher. Und siehe da, das Intensivtraining der voran gegangenen
zweieinhalb Wochen machte sich bezahlt. Der Einlauf klappte tadellos
und auch mit der Pflicht konnten wir absolut zufrieden sein - nicht
zuletzt, weil auch Micki sich von seiner Schokoladenseite
präsentierte. Jetzt kam das Warten. Hatte die Leistung gereicht, um
unser Ziel zu erreichen und nicht Letzter zu werden? „Wir bekommen
ein Eis!“, hieß es plötzlich. Tatsächlich, die dritte Gruppe der
Ingelsberger war mit 6,29 Punkten hinter unseren 6,303 geblieben.
Wahnsinn! Und prompt wurden Sprüche wie „Heute Ingelsberg 3,
morgen Ingelsberg 2, Sonntag Ingelsberg 1!“ oder „Heute das Eis,
morgen das Essen, Sonntag die Weltreise!“ laut. Bei
überschwänglicher Freude muss eben auch mal ein kleiner Ausflug in
die Utopie erlaubt sein. Kurz vor Carstens Einzelstart schob
sich nach vorangegangener Unwetterwarnung noch ein kleiner
Weltuntergang (Blitz und Donner, Wind in Orkanstärke und fast
waagerechter Regen) ins Programm. Dass Gero deshalb anschließend so
flott unterwegs war und an einer Stelle des Zirkels hereingedrängelt
hat, ist zwar eher unwahrscheinlich, aber immerhin war es auch sein
erstes richtiges Turnier in der Fremde. Die Erwartungen waren bereits
im Vorfeld entsprechend heruntergeschraubt worden und so hielt sich
auch Carstens Enttäuschung in Grenzen. Als dann alle den Weg zurück
in die Pension gefunden hatten, endete der Tag mit - natürlich aus
Thüringen importierten -Bratwürsten und Bräteln.
Der
Samstag begann mit "Frühstück 06.30 Uhr" deutlich eher,
als der vorhergehende. Da in umgekehrter Reihenfolge vom Vortag
gestartet wurde, waren wir als zweite Gruppe kurz nach zehn dran.
Leider lief diesmal nicht alles nach Plan: das Pferd war nicht so
entspannt wie am Freitag, der Sand auf dem Pad machte uns schwer zu
schaffen und dementsprechend klappten auch so einige Übungen nicht
wie geplant. Naja, Schwamm drüber. So blieb wenigstens für den
Sonntag ein großes Steigerungspotential. Das Selbe galt für
Carsten, denn im Technikprogramm hatte Gero Siebenmeilenstiefel an
und sich statt einer gleich zwei Stellen zum Reinlaufen ausgesucht.
Dabei hatte draußen beim Ablongieren noch alles so gut geklappt.
"Wenigstens konnte ich das neue Men-in-black-Dress zeigen",
tröstete er sich und spätestens Uwes spendierte Eis-Runde und die
von Udhardts gesammelten Heidelbeeren verbesserten die Stimmung
wieder. Besonders die Schneidis stellten allerdings fest, dass
Heidelbeeren nicht umsonst auch Blaubeeren genannt werden und mussten
vor der nahenden Teilnehmerehrung eifrig Pläne schmieden, wie man
blau-lila Finger, Lippen und Zungen vor den Richtern kaschieren
kann. Als dann kurz vor der Ehrung mal wieder ein Unwetter
über
uns hinweg zog, hielten wir uns mit Aerobic, Can-Can und viel
Gelächter unter dem Ablongierzelt warm und schützten auch die uns
zugeordnete Trägerin des Thüringen-Schildes per Gruppenkuscheln vor
Wind und Regen. Nach dem offiziellen Teil mit Ansprache und Übergabe
der Teilnehmerschleifen folgte noch ein kleines Fotoshooting, bevor
es - teils auch über Umwege - (Wisst ihr, wo wir langfahren müssen?
(Katha) Ja!
(Lena, Anni, Angie und Luisa)
Sicher? Ja!
Hier rechts oder links? Rechts!
Welche Ausfahrt vom Kreisverkehr … Moment mal, da war kein
Kreisverkehr! Doch,
doch, da die erste raus!
Also das Ortseingangsschild hab ich noch nie gesehen! Wir hätten
wahrscheinlich das andere Rechts nehmen müssen! Ruft mal Carsten
an!) zum Abendessen ging. An dieser Stelle noch einmal einen
herzlichen Dank an den Opa der Schneidis und Uwe, die für die
Getränke und das Essen der Voltigierer aufgekommen sind. Vor dem
Ins-Bett-Gehen ist zum Glück sogar mein vermisstes Portmonee wieder
aufgetaucht. Mit Schwatzen und dem allabendlichen Bauchmuskeltraining
der anderen Art (hauptsächlich durch Situationskomik, wie Markus:
"Mensch, die Nachttischlampe ist aber auch schon antiquiert.
Naja, aber die zu Hause ist noch besser. Die ist so länglich nach
oben gezogen und in der Mitte guckt so was komisches raus…"
Katha: "Das ist 'ne Kerze!") klang der Tag aus.
Mit
guter Laune und schönem Wetter starteten wir in den Sonntag.
Christine und Carsten waren schon um sechs zum Stall gefahren, da
Carsten in der Kür früh um acht gleich der Erste war. Die Drohung
von Thomas, die zwei Jahre zuvor schon bei Micki gezogen hatte,
nämlich dass er bei noch so einem Auftritt Fahrpferd werden würde,
nahm sich Gero an und ging diesmal deutlich besser. Entsprechend
zufrieden waren Christine und Carsten auch, als sie sich zu ihrem
zweiten Frühstück zu uns an den Tisch gesellten. Für die Gruppe
hatte es das Los mal wieder gut mit uns gemeint. Als sechtes in der
ersten Hälfte war unser Start für 11.40 Uhr geplant. Nach den
Ereignissen vom Vortag wurde diesmal für die Vorbereitung deutlich
mehr Zeit einkalkuliert, um alles in Ruhe angehen zu können. Das
zahlte sich aus! In der mit 2.700 Zuschauern besetzten Halle lief
Micki wie ein Bienchen und wir turnten eine tolle Kür. An zwei, drei
Stellen musste zwar improvisiert werden, aber das fiel kaum auf und
Carsten zauberte vor seinem Abgang sogar noch die nur ein Mal geübte
Armbewegung hin.Jubel
und Freudentränen nach dem Auslauf. Die Belohnung folgte auf der
Ergebnisliste: Wieder nicht Letzter! Fantastisch! Anschließend
trafen wir uns auf Thomas' Einladung hin (da war ja noch was vom
Freitag offen) wieder einmal alle am Eiswagen und anschließend am
Strand des Partwitzer Sees, wo wir die Ereignisse des Wochenendes
Revue passieren lassen wollten. Fazit: das "Experiment Deutsche
Meisterschaft" ist trotz kritischer Stimmen und Bedenken im
Vorfeld gut gelaufen, unsere Ziele haben wir erfüllt und wir können
stolz auf uns sein. Jedoch ermahnte uns Thomas nach dem Motto "Nach
dem Turnier ist vor dem Turnier!", uns nun auf die Thüringer
Landesmeisterschaften in sieben Wochen in Wollersleben zu
konzentrieren, um die Grundlage für eine Wiederteilnahme 2010 auf
dem Schlobachshof zu schaffen. Einstimmiges Kopfnicken bei den Voltis
zeigte, dass wir genau das anstreben. Nach Auflösung dieser kleinen
Versammlung, traten zunächst unsere Pferde mit Thomas und Carsten
die Heimreise an. Die Anderen verfolgten noch das Finale der Gruppen
und Lenas Handy tauchte auch wieder auf. Zwischen fünf und sechs
waren wir Voltis wieder im heimatlichen Stall in Waltersleben
eingeflogen, um das Turnierzeug wegzuräumen und die Kuchenreste zu
vernichten. Das letze zu erwähnende Ereignis dieses spannenden
Wochenendes wurde von Sabines "Aaaaahhhhh. Oh nein. Scheiße!"
begleitet, was - wie sich herausstellte - ziemlich wörtlich zu
nehmen war. Ihr Autoschlüssel war beim Spülen ins Toilettenbecken
gefallen. Zum Glück war er nicht weit gekommen und ein beherzter
Griff ins Klo konnte die Situation entschärfen. Kurz darauf
traten wir unsere Heimwege an. So ging ein Wochenende mit vielen
neuen Erfahrungen und Eindrücken oder kurz gesagt die erste Deutsche
Meisterschaft für Waltersleben I zu Ende.
Katha
Ein großes Danke möchte ich
noch an Andreas richten!
Ohne dich weiss man nich wie es im Einzel gelaufen wäre! Als
Weltbester Longenführer! Danke für deine Bemühen und deine tolle
Leistung!
Carsten
Voltigierturnier und Landesbestenermittlung der
L-Gruppen in Waltersleben am 23.5.2009
Nach
all den Vorbereitungen (Danke allen fleißigen Helfern), Erfolgenund
Rückschlägen der letzten Wochen, war es am 23.5. endlich soweit:
Der Stall duftete nach Haarspray, und das hieß, dass wir unser
alljährliches Turnier ausrichteten. Dieses mal mit einer
rekordverdächtigen Teilnehmerzahl in fast allen Kategorien und
Leistungsklassen.
Nachdem am Freitagabend noch fleißig die
Halle hergerichtet wurde, die Pferde geputzt und eingeflochten wurden
(Danke, Yvonne) und alles, was vor so einem Turniertag anfällt,
erledigt wurde, ging es am Samstag um 6.15 Uhr schon wieder weiter-
beziehungsweise erst richtig los. Natürlich begannen wir mit dem
Frisieren der Voltigierer, was Gesine noch bis 11.00 Uhr fortsetzte.
(Extra aus Wien angereist, danke.) Nach den ersten paar Köpfen
verzogen wir uns nach draußen, denn drinnen würde es bald vor
lauter Haarspraydunst nicht mehr auszuhalten sein und der Tag schien
- gegen alle Befürchtungen- sehr sonnig zu werden. Auch Carsten
durfte heute mal sein Talent zeigen: Er sollte für die Jungs
zuständig sein. Bei Lukas lief das auch noch, bei Florian war er
dann nicht mehr anwesend und ich habe mein Glück probiert. Fazit:
ich halte mich lieber an die Mädchen mit langen Haaren. Mädels,
lasst siie euch endlich lang wachsen!!!
Währenddessen putzte
die Galopp-Schritt schon ihr Pferd, den Gero. Dieser würde heute
seine erste Voltigiergruppe auf einem Turnier tragen, mit Carsten an
der Longe (Danke, dass du für Christine eingesprungen bist). Also
alles neu für die "kleine" Gruppe, was sie etwas nervös
machte, aber nach einer guten Pflicht beim letzten Training waren wir
guter Dinge. Beim Ablongieren und Warmturnen wurde den Kindern
nochmals alles Wichtige eingeimpft und schon durfte die Gruppe um
8.30 Uhr den Wettkampf eröffnen. Geronimo machte sich im Zirkel
super. Nachdem er am Montag noch ab und zu ausfiel, lief er heute, wo
es drauf ankam ziemlich lässig seine Runden. Sicher, noch nicht das
perfekte Voltigierpferd, aber wir sind total zufrieden mit ihm, was
er in einem dreiviertel Jahr schon alles gelernt hat. Und dabei hat
die Gruppe es ihm nicht immer leicht gemacht, oft fehlte auf dem
Pferd die Spannung, was ziemlich unsauber wirkte, die Kür lief aber
dafür bis auf einige vergessene Handbewegungen dann recht flüssig
durch. Draußen gab es noch mal ein Riesenlob für unseren Newcomer
Gero und dann musste ich auch schon die Schritt-Schritt-Gruppe zu
ihrem Start begleiten.
Also, noch die letzten Haare gerichtet,
passende Dresse zusammengesucht und noch ein paar Mal die Kür auf
der Grete geturnt, damit die Kleinen ja nichts vergessen, bei der
großen Aufregung. Sabine kam noch aus ihrer Meldestelle (vielen Dank
an Sabine und Jürgen, der für diese Aufgabe aus Hamburg angereist
kam.) hervor und hat ihrer Gruppe viel Erfolg gewünscht und dann
haben auch sie sich oben auf dem Plateau auf Gero eingestellt. Gott
sein Dank war die Schlamm-Schlacht beendet, die Vormittagssonne hatte
das Plateau nahezu trocken gelegt. Oh, und dann wurden wir angesagt
(Danke Thomas, der fast den ganzen Tag den Sprecher machte), während
wir Gero von seinen komischen rosa Bandagen befreiten, die Kleinen
total verwirrt, aber wir schafften es trotzdem noch pünktlich. Die
Pflicht lief auch so mehr oder weniger ganz ordentlich und auch Gero
zeigte, dass es ihm egal ist, ob da eine Galopp-Schritt auf ihm turnt
oder doch die Vier- bis Zehnjährigen im Schritt. Lustig war noch
anzusehen, wie Carsten da so mit der Longe und Peitsche in der Hand
das Pferd wenden sollte, aber das klappte im Gegensatz zu Montag sehr
vorbildlich und wir brauchten ihm keinen Blumentopf als
Peitschenständer in die Mitte stellen... ;-)
So, äh ja,
krame ich mal in meinem Gedächtnis was jetzt kam. Genau, Nummern
einsammeln, Kinder ausziehen, andere Kinder wieder anziehen. Mit den
zwei ganz kleinen war das ziemlich schwierig, etwas Passendes zu
finden, aber nach einigem hin- und- her- Getausche hingen sie nicht
mehr wie ein Schluck Wasser in ihrem Dress, sondern waren ganz
ansehnlich. Gero hatte sich für den Vormittag zunächst eine Pause
verdient, weshalb die zwei folgenden Schritt-Gruppen von uns der
Micki mit Katharina an der Longe bestritt. Hier konnten wir nur kurz
die Kür in Erinnerung rufen, denn schon haben wir noch schnell eine
Runde Aufgänge gemacht und dann läutete es auch schon. Auf ging’s
zur nächsten Runde. Irgendwie hatte ich den Verdacht, dass da einige
Abgänge in die falsche Richtung kamen, was ich nicht sehr begrüßen
konnte, und Elisa hat voll den Aufstand gemacht, weil sie einen
Schlapp verloren hatte, was aber doch eigentlich nicht sehr tragisch
ist. Micki sorgte dann noch für etwas Abwechslung in der Kür: Er
sprang im letzten Block kurz los, wodurch Clara vom Pferd fiel und
sich Sina eine Runde mit allen Kräften festhielt, um dieses nicht zu
verlassen. Und sie hat es geschafft, war ein Riesenschreck für die
beiden, haben sich aber großartig gemacht, wieder gefangen und super
zu Ende geturnt. Kompliment.
Als ich nach dem Auslauf vor die
Tür trat, war es für mich gefühlte halb drei und da kam es mir
gerade recht, dass Miri mir auf einmal einen Teller Nudeln vor die
Nase hielt. Ich glaube es war erst 11 Uhr, aber was zu Essen
zwischendurch tat echt gut. Denn nach nur einer kurzen
Verschnaufpause und während unsere letztes Schritt-Schritt im Zirkel
war, mussten die anderen Gruppen schon für die Siegerehrung
einheitlich zurechtgemacht werden. Weil wir uns an den Zeitplan
halten wollten, waren dann doch noch 20 Minuten Zeit, sehr angenehm.
Allerdings auf der anderen Seite auch wieder ungünstig, denn als ich
der Dinge da harrte, machte sich M*- Gruppe mit Lukas schon für den
Pflichtstart warm. Aber immer der Reihe nach. Sponsoren und
Ehrengäste müssen auch erwähnt werden: Marion Walsmann,
Justizministerin Thüringens, war in Vertretung für den
Innenminister Manfred Scherer anwesend und überreichte eine Spende
in Höhe von 3000 €. Vielen, vielen Dank dafür, denn nur mit viel
Unterstützung für unsere Randsportart können wir ein solches
Turnier alljährlich ausrichten. Nun zur Platzierung: Die
Schritt-Gruppe von Katharina und Angie machte ganz knapp den ersten
Platz, die Schritt mit Gero machte den 6. Platz und Waltersleben V
den 4. Alles in allem ganz akzeptabel. Die Galopp-Schritt war mit
sich selbst und damit mit ihrem 4. Platz sehr unzufrieden. Tja, ich
würde sagen, da ist eine Steigerung möglich und vor allem nötig.
Vor der Ehrenrunde habe ich mich dann aus dem Staub gemacht,
aber als ich hochkam führte Diana (Danke, dass du überall mit
anpackst, wenn wir zum Turnier fahren.) den Lukas noch, aber auch
Christine erschien bald, denn sie ließ sich nicht davon abbringen,
die großen Gruppen selbst vorzustellen. Lukas hatte am Dienstag ein
Hufeisen verloren, ist ja nichts neues, dass er keine Lust
auf Wettkampf hat, aber heute ging er wieder schön gleichmäßig
für uns. Na ja, wie soll er auch Lusat haben, wenn man ihm mit
Schuhcreme zu Leibe rückt? Aber er hat es uns nicht all zu übel
genommen. Und los gings. Mit meiner eigenen Pflicht unzufrieden, mit
der Gruppe im Allgemeinen aber super zufrieden, denn es wurde eine
erhebliche Steigerung zu Schenkenberg deutlich, liefen wir wieder
aus. Und schon ging das Geschimpfe los, jeder war wegen irgendeiner
nicht ganz perfekten Übung unglücklich. Von vielen anderen hörte
ich aber genau das Gegenteil - sie sahen die Steigerung der Gruppe
und auch der äußere Eindruck und die Ausstrahlung schienen zu
überzeugen.
Weil die Voltis (-pferde) heute früh nicht all
zu viel zu Fressen bekommen hatten, ließ ich nun Lukas draußen erst
noch einmal ein wenig grasen. Auf dem Weg zum grasen mussten wir uns
aber erst einmal durch eine Riesenschlange von Kindern, Eltern und
Großeltern kämpfen, die beim Kinderreiten anstanden. Das haben
Kerstin, Doris, Maria, Jens, Franzi und Torsten organisiert, und es
wurde super gut angenommen. (Danke an euch, die nicht nur mit dem
Rahmenprogramm das Turnier bereichert, sondern auch viel zum Gelingen
beigetragen haben.) Anschließend konnte ich dann doch zum ersten Mal
am Tag von der Tribüne aus einen Blick in die Halle werfen. Dort war
eine sehr fleißige Hufschlag-Harken- Mannschaft am Werkeln (Danke
unter anderem an Anne, Julia, extra aus Hildesheim angereist, und
Herrn Reinsch). Unsere Voltis liefen ausdauernd den ganzen tag
zwischen Meldestelle und Richtern (Danke für den langen Tag, den ihr
bei uns verbracht habt) hin und her, um die Protokolle weiterzugeben.
Leckeren Kuchen gab es auch noch (Danke an die fleißigen Eltern im
Kuchenzelt, die von Früh bis Spät schnitten, verteilten und
verkauften). Ein paar Gruppen habe ich auch noch gesehen, während
wir unsere Haare noch mit roten Puffs udn silber Pailletten
verzierten. Lia war wieder kreativ und es sah schon toll aus, über
den Puff müssen wir noch mal reden, aber gut aussehen ist alles,
oder? Dabei sprachen mich immer wider Leute an, die sich als
ehemalige Voltis entpuppten (Danke für die Unterstützung beim
Anfeuern.). Ob sie nun vor drei oder zehn Jahren aufgehört hatten,
alle kommen mindestens einmal im Jahr vorbei zum Zuschauen beim
Turnier. Irgndwie ist Franzi zu Ohren gekommen, dass A jetzt
altersoffen ist, weshalb gleich die Idee aufkam eine Oldie-Mannschaft
zu machen. Ich bin dafür, und die LM ist ja nicht mehr weit... Ach
ja, nochmal richtig laut wurde es in der Halle, als unsere erste
Mannschaft mit Micki und Christien zur Pflciht einlief. Gute Pflicht,
zu einigen Besonderheiten will ich mich hier nicht äußern, falls
die M** noch was zu sagen hat, kann sie es an dieser Stelle tun...
;-)
So, ich habe schon wieder den Faden verloren. Ah ja, Kür:
Wir, die Zweite, war total aufgeregt, weil wir endlich nach zwei
Jahren eien neue Kür zustande gebracht hatten, und diese heute zum
ersten Mal zeigen wollten. Irgendwie war die Routine noch nicht so
richtig da, aber es waren auch keine Stürze dabei. Es lief eben so
durch, wobei wir usn mehr Ausdruck und so gewünscht hätten, aber
man kann ja beim ersten Mal nicht alles haben. Und dadurch war
wenigstens der Ehrgeiz geweckt, beim nächsten Mal alles besser zu
machen. Dann klappen auch die neuen Dreier, ich bin zuversichtlich.
Damit waren für mich alle Einläufe in die Halle erledigt und es
stand nur noch am Abend die Siegerehrung an. Als wir wieder in den
Stall kamen, hüpfte Thomas schon nicht mehr im Dreick, sondern im
Viereck vor Aufregung, aber dazu später mehr, denn jetzt ist
ersteinmal ein Wort zum letzten Auftritt von Micki und der M**-Gruppe
zu sagen und damit zu unserem letzten Team des Tages. Es wurde wieder
wahnsinnig laut in der Halle als sie einliefen. Auch die große
Gruppe zeigte dann eine saubere und sichere Kür, aber meiner
Meinung nach nicht all zu ausdrucksstark. Aber das passte
schon.
So, und nun bemühe ich mich hier so, immer den Farben
treu zu bleiben und dann bekommt Christine auf der Deutschen blaue
Bandagen geschenkt... Also, Lukas heute mal in Baby-blau passend zu
den Dressen von Lena und Lene. Für Lukas heute endlich der letzte
Start. Die Pflciht der beiden war schön und Lenas Kür war meiner
Meinung nach auch gesteigert, mir gefiels, ihr wahrscheinlich nicht,
da sie einmal vom Pferd gerutscht ist. Da war sie total aus dem
Konzept, aber es lief. Lenes Auftritt war dann sauber, sicher, ruhig,
solide. Jetzt hatte sich Lukas seine Koppel verdient und es fehlte
nur noch ein Start für Waltersleben.
Aus Thomas Viereck ist
ein Fünfeck geworden. Jetzt kam nämlich sein großer Auftritt. Den
Gero konnte Christine noch nicht longieren, dazu muss er noch
routinierter werden und das braucht seine Zeit, die wir ihm auch
geben. Also hatte Thomas (Danke, dass du eingespungen bist) das
Vergnügen Carsten beim Einzel vorzustellen. Das machte ihn total
nervös und er hat sich sogar geweigert sich umzuziehen... Da lief er
doch tatsächlich mit hochgekrempelter Jogginghose ein. Was
soll man
dazu noch sagen? Leider hatten wir nicht ncoh 20 Schritt-Gruppen in
Petto, was er lieber gerichtet hätte, als selbst mitzuwirken. Wir
unterstützten die drei mit schrillem Pfeifen, klatschen und
Sprüchen. "Hey Carsten, hey Carsten, hey let's go, can you win
this cup for us..." nein, da war was falsch, also ich habe nicht
mitgeschrien, keine Ahnung, wie das weiter geht, zu kompliziert für
mein Gehirn, aber Stimmung haben wir gemacht. Die Pflciht leif dann
besser als in der Gruppe, obwohl Gero noch recht schnell unterwegs
war. Für die Kür nahm ihn Thomas dann zurück und dann klappte auch
die ohne Stürze. "Sau geil", hey, das kann ich mir merken,
also konnte ich wenigstens beim Auslaufen mit schreien. Christine war
zurfrieden mit Thomas und Gero, also kann es ja gar nicht so schlimm
gewesen sein.
Jetzt folgten nur noch drei Doppel, äh
ja, ohne Worte, und schon ging es zur Siegerehrung und man galubt es
kaum, wir lagen tatsächlich im Zeitplan. Unglaublich, sowas ist uns
noch nie untergekommen. Könnte daran liegen, dass wir vergessen
ahben, Frieda zu taufen. Frieda ist unser neuese Turnpferd, was uns
Uwe auf Wunsch gebastelt hat. (Vielen, vielen Dank.) Schade, hatte
mich auf die Sekttaufe echt gefreut. Egal, zügig ging es mit der
Siegerehrung weiter. Die M**-Gruppe gewann mit einer Wertnote von 6,4
die Prüfung, die M*-Gruppe erreichte den 5. Platz von sieben mit
einer Note von 5,6. Ich denke, das ist für den M-Einstieg ganz
akzeptabel. Sicher, mit der alten Kür wären wir besser gewesen,
aber passt schon, dafür hat uns diesmal die Pflicht gerettet und die
Kür packen wir bis zur LM auch noch. Lena udn Carsten gewannen im
Nachwuchs und S Bereich. Lene errang in M den 5. Platz. Damit konnten
wir erfolgreich die Ehrenrunde antreten.
Es folgten noch ein
zwei Gruppenbilder, ich bewundere Annis Vertrauen in ihre
Unterfrauen, und dann stand uns natürlich noch das Aufräumen bevor.
Da noch sehr viele Helfer anwesend waren, ging das auch relativ
schnell. Als die Halle von Musik, Bänken, Bäumen und Reißzwecken
befreit war, stießen wir alle mit Sekt auf den gelungenen Turneirtag
an und werteten die Noten aus.
Ein riesen Dankeschön
nocheinmal an alle Helfer, Organisatoren, Sponsoren, Trainer und
Longenführer, Eltern, Teilnehmer, Familie Udhardt, Richter,
Zuschauer, Markus und die Musikleute, Claudia Wicht,
Justitzministerin Marion Walsmann, Innenminister Manfred Scherer,
Kuchen-, Bratwurst- und Eisverkäufer, der Schmied, immer
einstzbereite Ärzte und Notärzte (ist aber besser so, dass ihr
nichts zu tun bekommen habt), die Sprecher, die Einlasser, die
Harker, die Protokolleinsammler, Sabine und Jürgen, Fotografen und
Kameraleute ... Danke für eure Hilfe.
Auch im nächsten Jahr
hoffen wir auf rege Teilnahme!
Viele Grüße
Adele
Vielen
Dank auch Adele, die nicht nur diesen Bericht geschrieben hat,
sondern auch 4 von unseren Gruppen erfolgreich trainiert und sowohl
als aktiver Voltigierer, Trainer, Longenführer, Organisator, und
Ansprechpartner für Eltern, Voltigierer und neugierige Besucher zur
Verfügung steht, als auch die Homepage macht und die ganzen Musiken
schneidet.
Vera
Voltigierturnier
in Schenkenberg am 25.4.2009
Früh morgens um drei-viertel
sechs.
Die Voltis wollten sich in
Waltersleben treffen, doch
ich erhielt zehn Minuten vorher eine Nachricht, dass unsere Musik
irgendwie nicht ginge und ich solle doch mal meinen Laptop
mitbringen. Also saßen wir in der Umkleide, manche weckten sich mit
jeder Menge Haarspray auf, andere putzen Lukas und ich tippte derweil
am Media-Player herum.
Circa eine halbe Stunde später
war dann alles in Sack
und Tüten und endlich konnten wir uns auf die längere Fahrt
begeben. Die Kleinen fuhren bei Christine mit und schliefen noch
einmal ausgiebig, während dessen Marie, Rosa, Adele und ich uns mit
viel Musik der genialen Diskokugel, die sich immer so schön in die
Kurve legte, wenn wir eine fuhren, vergnügten.
Endlich kamen wir an und
schauten uns ein bisschen um,
bis wir beschlossen uns die Haare fertig zu machen. Also gingen wir
in die noch leere Halle und klebten uns die roten Streifen in die
Haare. So saßen wir nichts ahnend da und auf einmal kam Daniel
vorbei und legte die Leipziger Zeitung vor uns auf den Tisch. Und
Marie freute sich total, dass ihr Daniel "Guten Morgen"
gesagt hat. :)
Nun ja. So verging eben die
Zeit mit etwas rumdödeln
und erzählen, bis wir uns schließlich aufwärmen und noch ein paar
Übungen auf dem Pferd turnen sollten. Dabei erfreuten wir uns an dem
lustigen Abreiteplatz, der aus ganz vielen kleine Teppichstückchen
bestand. :)
Und dann waren wir auch schon
dran. Unser Ziel für
heute: nicht Letzter werden, sondern vielleicht Vorletzter,
schließlich war das nicht nur das erste Turnier der Saison, sondern
für uns auch das erste Turnier in M*. Die Pflicht lief ok, aber die
Mühlen und Flanken ließen viel zu wünschen übrig... ganz anders
als bei gewissen anderen Gruppe. ;) Aber Lukas hat seinen Job echt
gut gemacht und uns etwas von unserer Aufregung genommen.
Schon folgte die Mittagspause
und Miri und Cosi konnten
es einfach nicht lassen soo viele Lose zu kaufen und dabei noch
Sparschweine und tolle Kugelschreiber zu gewinnen. Ach ja und nicht
zu vergessen die lustigen Klatsche-Dinger, mit denen man ja so schön
Krach machen kann.
Wir schauten den vielen Einzeln
zu, aßen lecker
Fake-Fruchtriegel von Netto und erfreuten uns über die Toiletten.
Ja, und dann kam unsere Kür,
leider die von letzten
Jahr. Im Vergleich zu den anderen Küren war sie zwar nicht besonders
schwer, dafür aber total sicher, worüber wir alle froh waren, denn
der Rettungswagen war an diesem Tag mehrere Male im Einsatz. Auch der
Ausdruck und die Ausführung stimmten bei uns.
Kati aß ihren leckeren
Papageien-Kuchen und Cosi zog
weiter Lose, leider bekam sie nur noch Trostpreise, sie hatte sich
aber trotzdem gefreut. :)
Die nächste Zeit saßen wir nur
da und schauten den
anderen Voltis beim Turnen zu. Doch plötzlich kam Marie, oh Mist,
oder Rosa, ich bin mir nicht mehr so sicher, vorbei und sagt uns,
dass wir den dritten Platz belegt hatten. Alle waren sprachlos, weil
wir eigentlich erwartet hatten, dass wir doch etwas schlechter
abschneiden würden. Aber es war wirklich toll!
Und hoch erfreut warteten wir
auf die Siegerehrung. Dann
war es auch so weit. Und wir bekamen schöne blaue Flip-Flops und
jemand hatte doch wirklich die Idee, wir könnten sie ja zur
Ehrenrunde anziehen. Zum Glück hat sich das dann doch nicht
durchgesetzt. :)
Und wie bei fast jedem Turnier
war alles ein bisschen
verspätet und wir kamen gegen um viertel neun davon. Und dann
verfuhren wir uns erst noch einmal. Christine kehrte mit Lukas um,
doch wir folgten Carsten und kamen so doch noch auf die Autobahn.
Mit Farin Urlaub machten wir es
uns gemütlich und
konnten am Ende der Fahrt dann doch fast die ganze CD auswendig. In
Waltersleben angekommen waren wir die ersten und da niemand von uns
Vieren einen Schlüssel für den Stall hatte mussten wir es uns
draußen gemütlich mache. Zum Glück war die Nacht ziemlich warm und
so holten wir Adeles Iso-Matte aus ihrem Auto und machten erst noch
mal eine schöne Runde Handstände, bis endlich alle da waren, wir
Lukas noch ein wenig pflegten und dann endlich gegen halb elf nach
Hause fahren konnten.
Uns so ging ein schöner
Turnier-Tag wieder zu Ende.
Lia :)
Lehrgang der M*-Gruppe mit Christoph Lensing in
Merseburg am 7./8.3.2009
Im
letzten Jahr bekamen wir von den Merseburgern das Angebot an diesem
Lehrgang teilzunehmen, vorüber wir uns riesig gefreut haben und
natürlich nicht nein sagen konnten. Am Samstag sollte in der
Turnhalle und am Sonntag am Pferd Training sein. Losfahren wollten
wir um 11.00 Uhr im Stall, aber wie es so ist, daraus wurde natürlich
nichts, denn als ich Clausens abholen wollte stand da nur Marie. Rosa
war krank, woraufhin ich über 3 Ecken Tini kontaktiert habe, ob sie
denn nicht Lust hat in 5 Minuten ins Auto zu steigen und mitzufahren.
Sie sagte ja, war aber nach 20 Minuten immer noch nicht startklar,
sodass sich die Abfahrt um einiges verzögerte.
Irgendwann
ging es aber dann doch los und von da an waren unsere vier Kleinen
nicht mehr zu trennen. Sie mussten natürlich alle in einem Auto
fahren, was sicher nicht leicht zu ertragen war... In Merseburg haben
wir nach einigem zögern auch bald die Domsporthalle gefunden, die
schon rappelvoll war. Wie das so ist, hatte auch hier der Ablauf
Verspätung und wir kamen trotz alledem noch pünktlich, um der
ersten Gruppe, Salzmünde, zu zu schauen. Da wir noch vier Stunden
Zeit hatten, bis wir selbst an der Reihe waren, wurde erst einmal
ausgiebig zu Mittag gegessen. Die Kleinen, hibbelig und nicht
ausgelastet wie sie sind, turnten bald durch die Halle, was am Ende
in einer Doppelkür von Miri und Cosi endete. Diese war sehr lustig
anzusehen, da Miri doch sooo gerne Untergrau spielt, in der richtigen
Kür muss sie aber wohl noch ein paar Jahre warten!
Langsam
verging die Zeit, aber irgendwann waren wir doch dran und begannen
mit der Kür. Christoph veränderte die Übergänge noch so, dass sie
jetzt wirklich nach was aussehen und stellte fest, dass wir viel zu
viele Armbewegungen drin haben. Na ja, die können wir ja zur Not
noch rausschmeißen. Ansonsten war er echt begeistert, vor allem weil
wir so viele Kleine und Junge in der Gruppe haben. Ja, das war am
Samstag noch so. Anschließend wurde noch ein wenig am Stützschwung
geübt und dann waren unsere zwei Stunden schon wieder rum. Da Lia
aber noch nicht richtig ausgelastet war, haben wir noch einige
Bodenübungen für die Kraft in der Mühle und Stützschwünge
gemacht. Bald war es aber nur noch ein allgemeines Herumliegen auf
der Weichbodenmatte.
Erst als die letzte Gruppe, die Gruppe
aus Merseburg fertig war, konnten mit ihnen nach Hause fahren. Sie
waren so nett und haben uns angeboten, bei ihnen zu übernachten.
Vielen herzlichen Dank dafür! Ich hoffe auch die Kleinen habe sich
bei ihrer Gastfamilie ordentlich benommen, denn auch hier sind sie zu
viert aufgetaucht.
Am nächsten Morgen trafen wir sehr
unterschiedlich in der Reithalle ein. Ich fand es sehr informativ
wieder bei den anderen Gruppen zu schauen zu können, denen Christoph
viele nützliche Übungen vor allem für die Schwünge zeigte. Das
müssen wir demnächst auch alle zu Hause ausprobieren, freut euch
auf Donnerstag!
Irgendwie haben wir den Tag dann doch rum
bekommen und auch Christine traf irgendwann mit Gero ein. Dieser
hatte sich beim Verladen und auf dem Hänger gut gemacht, in der
Halle war er auf Grund der Größe etwas aufgeregt, beim Voltigieren
selbst legte sich das dann aber. Auf der rechten Hand begannen wir
mit Stützschwüngen und der gute Eindruck von gestern verschwand bei
Chrsitoph wieder. Da wir nur einmal in der Woche auf dem Pferd
machen, dafür aber viel Boden und Holzpferd, waren einige Defizite
zu sehen. Nach einer Vorübung am Holzpferd und später auf Gero war
schon zu sehen, dass Fortschritte möglich sind. Die Fahne im Schritt
war dann wieder ok und dass die Mühle eine der schlechtesten Übungen
ist war uns schon vorher klar. Aber mit ein, zwei Tipps wurde die
Leistung gleich gesteigert.
Nun musste Gero sich wieder
akklimatisieren. So lange standen wir noch in der Halle rum, bis wir
denn dann endlich gen Heimat reisen konnten. Dabei hat sich das
„Navi“ zwar nicht verfahren, aber ein wenig verwirrt war es
schon. Auf der Fahrt überlegten wir uns, wie wir mit den neu
gewonnenen Erfahrung das Training verbessern könnten und stellten
fest, dass wir nach fünf Trainingstagen in der letzten Woche in der
folgenden nur einen machen werden.
Adele
Holzpferdturnier
in Gera am 21.2.2009
Eigentlich hatten wir nicht vor
teilzunehmen, da kurz zuvor Freien waren und wir uns auf die
bevorstehende Saison vorbereiten wollten, anstatt Akrobatikprogramme
einzuüben. Na ja, anderthalb Wochen vor dem Turniertag war dann doch
wieder alles anders... Die Kür lief ziemlich schlecht, da keine
wusste, was sie wann machen sollte. Zu einem Extratraining wollten
wir dann alle Probleme aus dem wegräumen, es kam aber nur zu dem
Vera-Blöcken, da der Rest verletzt oder einfach nicht anwesend war.
Zwei Tage vor dem Start stand fest, Marie ist krank und würde nicht
mit teilnehmen. Also ganz kurz die betreffenden Blöcke mit einer
Ersatzfrau geübt und schon konnte der Chaoshaufen zum
Holzpferdturnier nach Gera fahren.
Zu einer ziemlich humanen
Zeit brachen wir auf und dort angekommen stellte sich heraus, dass
der Tag ziemlich lustig werden sollte. Die Haare waren schnell
gemacht, da mittlerweile jeder Gefallen daran gefunden hatte, anderen
die Haare mit Gel und Spray voll zu klatschen! Die Kleinen zogen sich
auch gleich um, weil sie ihre goldenen Hosen so cool finden, Vera
wollte damit verständlicher Weise noch warten.
Anschließend
aßen wir Nudelsalat von Grit zu Mittag, sehr lecker, Danke. Nach dem
Verdauen turnten wir zum aller ersten mal unsere geplante Kür in
voller Besetzung. Noch ein paar Hinweise für Miri, wo sie wann lang
zu laufen hat und dann blödelten wir nur noch rum, während Lias
Gliedmaßen immer dicker und schwerer wurden, weil sie recht krank
war. Kurze Zeit später waren die Lachmuskeln ziemlich aktiv, der
Rest des Körpers aber noch nicht erwärmt. Schließlich hatte sich
mal wieder nur Vera vorbildlich für ihre Blöcke gedehnt, ach ja,
und Einlauf haben wir mehr oder weniger geübt...
Ok, are you
ready for this? Los ging es, mal wieder zur falschen Zeit
eingelaufen, aber ansonsten ganz nett. Die Kür lief bis auf die
vorhersehbaren Blessuren von Miri echt gut, allerdings war der
Ausdruck sehr zu vermissen (Lia hat hinterher beim Video anschauen
bald die Krise bekommen, wie schlimm das doch war). Aber egal, wir
hatten bei unserem ersten M*-Turnier unseren Spaß!
Nun
feuerten wir noch das „Team Thüringen“ an und aßen Apfelkuchen
mit und ohne Streusel von Marie. Auch sehr lecker, danke. Die Kleinen
hüpften die ganze Zeit auf und ab, weil sie endlich zur Siegerehrung
wollten und der Rest der Gruppe gab seine Kommentare zum Geschehen
ab. Nachdem dann wieder alle ordentlich angezogen waren, wir wollen
ja nicht wegen uneinheitlichen Klamotten disqualifiziert werden, ging
es zur Siegerehrung. Diese zog sich auf Grund der vielen Einzel und
Schritt-Gruppen ziemlich in die Länge. Unsere Platzierung erfolgte,
wie am Morgen schon vorhergesagt: Wir belegten nach „Team
Thüringen“ den zweiten Platz und bekamen wahrscheinlich
Frisbeescheiben geschenkt. Mit denen machten wir gleich mal die Halle
unsicher.
Das genügte aber bald und ich scheuchte alle zum
umziehen in unsere Umkleide. Ja ja, sie sollten schließlich nicht
noch länger in diesen all zu „offenherzigen“ Pullovern durch die
Gegend laufen. Dann dauerte es doch noch ein wenig mit dem losfahren,
weil natürlich noch das Video analysiert werde musste. Von unserer
Ersatzturnerin haben wir uns noch ausgiebig verabschiedet und dann
endlich konnten wir doch noch gen Heimat brausen.
Adele
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