| Voltigierturnier und Landesbestenermittlung der L-Gruppen in Waltersleben am 23.5.2009 |
Nach all den
Vorbereitungen (Danke allen fleißigen Helfern),
Erfolgenund Rückschlägen der letzten Wochen, war es am 23.5. endlich
soweit: Der Stall duftete nach Haarspray, und das hieß, dass wir unser
alljährliches Turnier ausrichteten. Dieses mal mit einer
rekordverdächtigen Teilnehmerzahl in fast allen Kategorien und
Leistungsklassen.
Nachdem am Freitagabend noch fleißig die Halle hergerichtet wurde, die Pferde geputzt und eingeflochten wurden (Danke, Yvonne) und alles, was vor so einem Turniertag anfällt, erledigt wurde, ging es am Samstag um 6.15 Uhr schon wieder weiter- beziehungsweise erst richtig los. Natürlich begannen wir mit dem Frisieren der Voltigierer, was Gesine noch bis 11.00 Uhr fortsetzte. (Extra aus Wien angereist, danke.) Nach den ersten paar Köpfen verzogen wir uns nach draußen, denn drinnen würde es bald vor lauter Haarspraydunst nicht mehr auszuhalten sein und der Tag schien - gegen alle Befürchtungen- sehr sonnig zu werden. Auch Carsten durfte heute mal sein Talent zeigen: Er sollte für die Jungs zuständig sein. Bei Lukas lief das auch noch, bei Florian war er dann nicht mehr anwesend und ich habe mein Glück probiert. Fazit: ich halte mich lieber an die Mädchen mit langen Haaren. Mädels, lasst sie euch endlich lang wachsen!!! Währenddessen putzte die Galopp-Schritt schon ihr Pferd, den Gero. Dieser würde heute seine erste Voltigiergruppe auf einem Turnier tragen, mit Carsten an der Longe (Danke, dass du für Christine eingesprungen bist). Also alles neu für die "kleine" Gruppe, was sie etwas nervös machte, aber nach einer guten Pflicht beim letzten Training waren wir guter Dinge. Beim Ablongieren und Warmturnen wurde den Kindern nochmals alles Wichtige eingeimpft und schon durfte die Gruppe um 8.30 Uhr den Wettkampf eröffnen. Geronimo machte sich im Zirkel super. Nachdem er am Montag noch ab und zu ausfiel, lief er heute, wo es drauf ankam ziemlich lässig seine Runden. Sicher, noch nicht das perfekte Voltigierpferd, aber wir sind total zufrieden mit ihm, was er in einem dreiviertel Jahr schon alles gelernt hat. Und dabei hat die Gruppe es ihm nicht immer leicht gemacht, oft fehlte auf dem Pferd die Spannung, was ziemlich unsauber wirkte, die Kür lief aber dafür bis auf einige vergessene Handbewegungen dann recht flüssig durch. Draußen gab es noch mal ein Riesenlob für unseren Newcomer Gero und dann musste ich auch schon die Schritt-Schritt-Gruppe zu ihrem Start begleiten. Also, noch die letzten Haare gerichtet, passende Dresse zusammengesucht und noch ein paar Mal die Kür auf der Grete geturnt, damit die Kleinen ja nichts vergessen, bei der großen Aufregung. Sabine kam noch aus ihrer Meldestelle (vielen Dank an Sabine und Jürgen, der für diese Aufgabe aus Hamburg angereist kam.) hervor und hat ihrer Gruppe viel Erfolg gewünscht und dann haben auch sie sich oben auf dem Plateau auf Gero eingestellt. Gott sein Dank war die Schlamm-Schlacht beendet, die Vormittagssonne hatte das Plateau nahezu trocken gelegt. Oh, und dann wurden wir angesagt (Danke Thomas, der fast den ganzen Tag den Sprecher machte), während wir Gero von seinen komischen rosa Bandagen befreiten, die Kleinen total verwirrt, aber wir schafften es trotzdem noch pünktlich. Die Pflicht lief auch so mehr oder weniger ganz ordentlich und auch Gero zeigte, dass es ihm egal ist, ob da eine Galopp-Schritt auf ihm turnt oder doch die Vier- bis Zehnjährigen im Schritt. Lustig war noch anzusehen, wie Carsten da so mit der Longe und Peitsche in der Hand das Pferd wenden sollte, aber das klappte im Gegensatz zu Montag sehr vorbildlich und wir brauchten ihm keinen Blumentopf als Peitschenständer in die Mitte stellen... ;-) So, äh ja, krame ich mal in meinem Gedächtnis was jetzt kam. Genau, Nummern einsammeln, Kinder ausziehen, andere Kinder wieder anziehen. Mit den zwei ganz kleinen war das ziemlich schwierig, etwas Passendes zu finden, aber nach einigem hin- und- her- Getausche hingen sie nicht mehr wie ein Schluck Wasser in ihrem Dress, sondern waren ganz ansehnlich. Gero hatte sich für den Vormittag zunächst eine Pause verdient, weshalb die zwei folgenden Schritt-Gruppen von uns der Micki mit Katharina an der Longe bestritt. Hier konnten wir nur kurz die Kür in Erinnerung rufen, denn schon haben wir noch schnell eine Runde Aufgänge gemacht und dann läutete es auch schon. Auf ging’s zur nächsten Runde. Irgendwie hatte ich den Verdacht, dass da einige Abgänge in die falsche Richtung kamen, was ich nicht sehr begrüßen konnte, und Elisa hat voll den Aufstand gemacht, weil sie einen Schlapp verloren hatte, was aber doch eigentlich nicht sehr tragisch ist. Micki sorgte dann noch für etwas Abwechslung in der Kür: Er sprang im letzten Block kurz los, wodurch Clara vom Pferd fiel und sich Sina eine Runde mit allen Kräften festhielt, um dieses nicht zu verlassen. Und sie hat es geschafft, war ein Riesenschreck für die beiden, haben sich aber großartig gemacht, wieder gefangen und super zu Ende geturnt. Kompliment. Als ich nach dem Auslauf vor die Tür trat, war es für mich gefühlte halb drei und da kam es mir gerade recht, dass Miri mir auf einmal einen Teller Nudeln vor die Nase hielt. Ich glaube es war erst 11 Uhr, aber was zu Essen zwischendurch tat echt gut. Denn nach nur einer kurzen Verschnaufpause und während unsere letztes Schritt-Schritt im Zirkel war, mussten die anderen Gruppen schon für die Siegerehrung einheitlich zurechtgemacht werden. Weil wir uns an den Zeitplan halten wollten, waren dann doch noch 20 Minuten Zeit, sehr angenehm. Allerdings auf der anderen Seite auch wieder ungünstig, denn als ich der Dinge da harrte, machte sich M*- Gruppe mit Lukas schon für den Pflichtstart warm. Aber immer der Reihe nach. Sponsoren und Ehrengäste müssen auch erwähnt werden: Marion Walsmann, Justizministerin Thüringens, war in Vertretung für den Innenminister Manfred Scherer anwesend und überreichte eine Spende in Höhe von 3000 ¤. Vielen, vielen Dank dafür, denn nur mit viel Unterstützung für unsere Randsportart können wir ein solches Turnier alljährlich ausrichten. Nun zur Platzierung: Die Schritt-Gruppe von Katharina und Angie machte ganz knapp den ersten Platz, die Schritt mit Gero machte den 6. Platz und Waltersleben V den 4. Alles in allem ganz akzeptabel. Die Galopp-Schritt war mit sich selbst und damit mit ihrem 4. Platz sehr unzufrieden. Tja, ich würde sagen, da ist eine Steigerung möglich und vor allem nötig. Vor der Ehrenrunde habe ich mich dann aus dem Staub gemacht, aber als ich hochkam führte Diana (Danke, dass du überall mit anpackst, wenn wir zum Turnier fahren.) den Lukas noch, aber auch Christine erschien bald, denn sie ließ sich nicht davon abbringen, die großen Gruppen selbst vorzustellen. Lukas hatte am Dienstag ein Hufeisen verloren, ist ja nichts neues, dass er keine Lust auf Wettkampf hat, aber heute ging er wieder schön gleichmäßig für uns. Na ja, wie soll er auch Lusat haben, wenn man ihm mit Schuhcreme zu Leibe rückt? Aber er hat es uns nicht all zu übel genommen. Und los gings. Mit meiner eigenen Pflicht unzufrieden, mit der Gruppe im Allgemeinen aber super zufrieden, denn es wurde eine erhebliche Steigerung zu Schenkenberg deutlich, liefen wir wieder aus. Und schon ging das Geschimpfe los, jeder war wegen irgendeiner nicht ganz perfekten Übung unglücklich. Von vielen anderen hörte ich aber genau das Gegenteil - sie sahen die Steigerung der Gruppe und auch der äußere Eindruck und die Ausstrahlung schienen zu überzeugen. Weil die Voltis (-pferde) heute früh nicht all zu viel zu Fressen bekommen hatten, ließ ich nun Lukas draußen erst noch einmal ein wenig grasen. Auf dem Weg zum grasen mussten wir uns aber erst einmal durch eine Riesenschlange von Kindern, Eltern und Großeltern kämpfen, die beim Kinderreiten anstanden. Das haben Kerstin, Doris, Maria, Jens, Franzi und Torsten organisiert, und es wurde super gut angenommen. (Danke an euch, die nicht nur mit dem Rahmenprogramm das Turnier bereichert, sondern auch viel zum Gelingen beigetragen haben.) Anschließend konnte ich dann doch zum ersten Mal am Tag von der Tribüne aus einen Blick in die Halle werfen. Dort war eine sehr fleißige Hufschlag-Harken- Mannschaft am Werkeln (Danke unter anderem an Anne, Julia, extra aus Hildesheim angereist, und Herrn Reinsch). Unsere Voltis liefen ausdauernd den ganzen tag zwischen Meldestelle und Richtern (Danke für den langen Tag, den ihr bei uns verbracht habt) hin und her, um die Protokolle weiterzugeben. Leckeren Kuchen gab es auch noch (Danke an die fleißigen Eltern im Kuchenzelt, die von Früh bis Spät schnitten, verteilten und verkauften). Ein paar Gruppen habe ich auch noch gesehen, während wir unsere Haare noch mit roten Puffs udn silber Pailletten verzierten. Lia war wieder kreativ und es sah schon toll aus, über den Puff müssen wir noch mal reden, aber gut aussehen ist alles, oder? Dabei sprachen mich immer wider Leute an, die sich als ehemalige Voltis entpuppten (Danke für die Unterstützung beim Anfeuern.). Ob sie nun vor drei oder zehn Jahren aufgehört hatten, alle kommen mindestens einmal im Jahr vorbei zum Zuschauen beim Turnier. Irgndwie ist Franzi zu Ohren gekommen, dass A jetzt altersoffen ist, weshalb gleich die Idee aufkam eine Oldie-Mannschaft zu machen. Ich bin dafür, und die LM ist ja nicht mehr weit... Ach ja, nochmal richtig laut wurde es in der Halle, als unsere erste Mannschaft mit Micki und Christien zur Pflciht einlief. Gute Pflicht, zu einigen Besonderheiten will ich mich hier nicht äußern, falls die M** noch was zu sagen hat, kann sie es an dieser Stelle tun... ;-) So, ich habe schon wieder den Faden verloren. Ah ja, Kür: Wir, die Zweite, war total aufgeregt, weil wir endlich nach zwei Jahren eien neue Kür zustande gebracht hatten, und diese heute zum ersten Mal zeigen wollten. Irgendwie war die Routine noch nicht so richtig da, aber es waren auch keine Stürze dabei. Es lief eben so durch, wobei wir usn mehr Ausdruck und so gewünscht hätten, aber man kann ja beim ersten Mal nicht alles haben. Und dadurch war wenigstens der Ehrgeiz geweckt, beim nächsten Mal alles besser zu machen. Dann klappen auch die neuen Dreier, ich bin zuversichtlich. Damit waren für mich alle Einläufe in die Halle erledigt und es stand nur noch am Abend die Siegerehrung an. Als wir wieder in den Stall kamen, hüpfte Thomas schon nicht mehr im Dreick, sondern im Viereck vor Aufregung, aber dazu später mehr, denn jetzt ist ersteinmal ein Wort zum letzten Auftritt von Micki und der M**-Gruppe zu sagen und damit zu unserem letzten Team des Tages. Es wurde wieder wahnsinnig laut in der Halle als sie einliefen. Auch die große Gruppe zeigte dann eine saubere und sichere Kür, aber meiner Meinung nach nicht all zu ausdrucksstark. Aber das passte schon. So, und nun bemühe ich mich hier so, immer den Farben treu zu bleiben und dann bekommt Christine auf der Deutschen blaue Bandagen geschenkt... Also, Lukas heute mal in Baby-blau passend zu den Dressen von Lena und Lene. Für Lukas heute endlich der letzte Start. Die Pflciht der beiden war schön und Lenas Kür war meiner Meinung nach auch gesteigert, mir gefiels, ihr wahrscheinlich nicht, da sie einmal vom Pferd gerutscht ist. Da war sie total aus dem Konzept, aber es lief. Lenes Auftritt war dann sauber, sicher, ruhig, solide. Jetzt hatte sich Lukas seine Koppel verdient und es fehlte nur noch ein Start für Waltersleben. Aus Thomas Viereck ist ein Fünfeck geworden. Jetzt kam nämlich sein großer Auftritt. Den Gero konnte Christine noch nicht longieren, dazu muss er noch routinierter werden und das braucht seine Zeit, die wir ihm auch geben. Also hatte Thomas (Danke, dass du eingespungen bist) das Vergnügen Carsten beim Einzel vorzustellen. Das machte ihn total nervös und er hat sich sogar geweigert sich umzuziehen... Da lief er doch tatsächlich mit hochgekrempelter Jogginghose ein. Was soll man dazu noch sagen? Leider hatten wir nicht ncoh 20 Schritt-Gruppen in Petto, was er lieber gerichtet hätte, als selbst mitzuwirken. Wir unterstützten die drei mit schrillem Pfeifen, klatschen und Sprüchen. "Hey Carsten, hey Carsten, hey let's go, can you win this cup for us..." nein, da war was falsch, also ich habe nicht mitgeschrien, keine Ahnung, wie das weiter geht, zu kompliziert für mein Gehirn, aber Stimmung haben wir gemacht. Die Pflciht leif dann besser als in der Gruppe, obwohl Gero noch recht schnell unterwegs war. Für die Kür nahm ihn Thomas dann zurück und dann klappte auch die ohne Stürze. "Sau geil", hey, das kann ich mir merken, also konnte ich wenigstens beim Auslaufen mit schreien. Christine war zurfrieden mit Thomas und Gero, also kann es ja gar nicht so schlimm gewesen sein. Jetzt folgten nur noch drei Doppel, äh ja, ohne Worte, und schon ging es zur Siegerehrung und man galubt es kaum, wir lagen tatsächlich im Zeitplan. Unglaublich, sowas ist uns noch nie untergekommen. Könnte daran liegen, dass wir vergessen ahben, Frieda zu taufen. Frieda ist unser neuese Turnpferd, was uns Uwe auf Wunsch gebastelt hat. (Vielen, vielen Dank.) Schade, hatte mich auf die Sekttaufe echt gefreut. Egal, zügig ging es mit der Siegerehrung weiter. Die M**-Gruppe gewann mit einer Wertnote von 6,4 die Prüfung, die M*-Gruppe erreichte den 5. Platz von sieben mit einer Note von 5,6. Ich denke, das ist für den M-Einstieg ganz akzeptabel. Sicher, mit der alten Kür wären wir besser gewesen, aber passt schon, dafür hat uns diesmal die Pflicht gerettet und die Kür packen wir bis zur LM auch noch. Lena udn Carsten gewannen im Nachwuchs und S Bereich. Lene errang in M den 5. Platz. Damit konnten wir erfolgreich die Ehrenrunde antreten. Es folgten noch ein zwei Gruppenbilder, ich bewundere Annis Vertrauen in ihre Unterfrauen, und dann stand uns natürlich noch das Aufräumen bevor. Da noch sehr viele Helfer anwesend waren, ging das auch relativ schnell. Als die Halle von Musik, Bänken, Bäumen und Reißzwecken befreit war, stießen wir alle mit Sekt auf den gelungenen Turneirtag an und werteten die Noten aus. Ein riesen Dankeschön nocheinmal an alle Helfer, Organisatoren, Sponsoren, Trainer und Longenführer, Eltern, Teilnehmer, Familie Udhardt, Richter, Zuschauer, Markus und die Musikleute, Claudia Wicht, Justitzministerin Marion Walsmann, Innenminister Manfred Scherer, Kuchen-, Bratwurst- und Eisverkäufer, der Schmied, immer einstzbereite Ärzte und Notärzte (ist aber besser so, dass ihr nichts zu tun bekommen habt), die Sprecher, die Einlasser, die Harker, die Protokolleinsammler, Sabine und Jürgen, Fotografen und Kameraleute ... Danke für eure Hilfe. Auch im nächsten Jahr hoffen wir auf rege Teilnahme! Viele Grüße Adele Vielen Dank auch Adele, die nicht nur diesen Bericht geschrieben hat, sondern auch 4 von unseren Gruppen erfolgreich trainiert und sowohl als aktiver Voltigierer, Trainer, Longenführer, Organisator, und Ansprechpartner für Eltern, Voltigierer und neugierige Besucher zur Verfügung steht, als auch die Homepage macht und die ganzen Musiken schneidet. Vera |
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