Thüringer Landesmeisterschaft am 29./30.8.2009

Zu aller erst möchten wir den Familien danken, ohne die dieses Turnier für keinen von uns möglich gewesen wäre. Wir danken Familie Udhardt, Schneidewind und Reinsch für ihren Einsatz, ihre Zeit und ihre Geduld, die sie dieses Wochenende für uns gegeben haben. Ohne sie hätten die Pferde nicht transportiert werden und wir nicht teilnehmen können. Ein riesen Dankeschön an euch!

Auch ein großes Dankeschön an die erste Gruppe, die am Freitagabend für uns gepackt und die Pferde fertig gemacht hat, so dass wir, die Zweite, nicht extra anreisen mussten. Wir sind erst Samstag früh viertel Sechs im Stall erschienen und haben Lukas und Gero geputzt, für Micki waren schon einige aus der M**-Gruppe da. Um sechs Uhr wollten wir rollen. Na ja, in der Realität sieht es dann so aus, dass wir um sechs anfingen die Gamaschen anzuschnallen. Lukas ging mir auch super einfach und unkompliziert auf den Hänger, Micki stellte dann alle anwesenden auf die Probe und Gero ging sogar im Freien relativ zügig hoch. Nun konnte die Walterslebener Karawane, bestehend aus drei Hängern, mit der obligatorischen viertel Stunde Verspätung endlich rollen.

In Wollersleben angekommen, mussten die Pferde zur Verfassungsprüfung, die sich ein wenig verzögerte und die ersten beiden Gruppen bekamen die Haare gemacht. Dann ging es auch schon bald mit den Pflichten los. Wir haben von unseren beiden Gruppen den Anfang gemacht und waren absolut nicht mit uns zufrieden, obwohl die Erwartungen im Voraus nicht all zu hoch waren. Na ja, es ist schließlich das erste Jahr in M*, da lässt sich so was verschmerzen. Vier Gruppen später war Waltersleben I an der Reihe. Den Noten nach zu urteilen legten sie eine saubere Pflicht hin, denn sie gingen klar in Führung im Rennen um den Titel. Nachdem wir sie lautstark angefeuert hatten, haben wir unser Pferd fertig gemacht. Nun hieß es erst einmal Mittag machen, aber nicht zu lange, denn die Zeit bis zur Kür war nicht all zu großzügig berechnet. Unsere Kür stand ja erst seit anderthalb Wochen, da die Mitglieder ständig wechselten, weshalb wir auch hier keine all zu großen Hoffnungen in uns setzten. Im großen und Ganzen lief es aber erstaunlich gut. Vor allem Rosas Part hat uns echt begeistert. Auch wenn es unsicher war, es gab von allen Seiten Lob für Kreativität und Gestaltung. Na dann, nehmen wir uns einfach vor es morgen besser zu machen.
Nun hatte die Erste ihren Auftritt, aber auch hier einige Unsicherheiten mit Stürzen, was sie nicht allzu zufrieden stimmte. Noch schlimmer war aber für uns alle, dass die auf Erfolgskurs liegende Erste wegen eines Regelverstoßes disqualifiziert wurde. Das hat die Stimmung echt gedämpft und es gab kein anderes Thema mehr als wir auf der Wiese lagen, uns gegenseitig massierten und Gummibärchen aus Schweden aßen. Lukas hatte nun, nachdem wir ihm die Beine gekühlt und fressen lassen hatten, seine Mittagsruhe verdient, ehe er mit den Einzeln wieder an den Start musste.

Carsten und Gero liefen als nächstes für unsin den Zirkel. Nach kurzen üben stand auch schon unser Schlachtruf fest: "Heere comes the man in blaaaaack!" Gero als Newcomer hatte sich mit der Halle irgendwie noch nicht ganz angefreundet, was Carsten beim Anlaufen fast einen Kopf kürzer gemacht hätte. Danach lief es aber eigentlich ganz anständig. Die Pflicht ging und die Kür fand ich auch super schön und dynamisch, eben so gut, wie es auf einem neuen Pferd geht. Die zwei Mädels waren dann erst gegen Ende der Prüfung dran. Unter dem Motto "Jetzt erst recht" liefen Anni, Lene, Christine und Lukas das letzte Mal an diesem Tag in den Zirkel. Annis Debüt im Einzel stand unter keinem guten Stern, aber Lene zeigte mal wieder eine solide Leistung.

Die Siegerehrung des heutigen Tages fand wieder mit einiger Verspätung statt, was uns allen etwas Nerven kostete. Wir, also die M*, landete auf dem 5. Platz und im Rennen um den Titel nur 0,3 Punkte hinter Gera. Carsten heute auf Platz eins, Anni im Nachwuchs leider nur auf 5 und Lene auf Platz 7 (?).

Nun endlich neigte sich der Tag dem Ende, wir wünschten den Pferden eine gute Nacht und bezogen die Bungalows, in denen so einige Überraschungen warteten. In großer Runde gab es dann noch Nudeln und eine Krisensitzung um den Samstag Revue passieren zu lassen, sowie den Sonntag zu planen. Es wurde jetzt uns übertragen den Titel zu holen und alle wünschten uns noch einmal gutes Gelingen. Die "Kleinen" waren dann auch gegen 21.45 Uhr im Bett und die Großen benutzen noch nacheinander das Bad bis auch sie um Zehn im Schlafsack lagen. Wir waren zwar todmüde, aber an Schlaf war trotz alledem nicht zu denken, weil die in der Mitte liegende im Nachbarzimmer die zwei anderen auf Trab hielt und die Party dort echt immer lauter wurde. Egal, so ist das mit Voltis eben, immer gut gelaunt.

Für Kati und mich, noch ziemlich müde und verpennt, hieß es dann um halb sieben wieder aufstehen um die Galopp-Schritt auf ihren Start vor zu bereiten. Tini wollte mit, da es ihre alte Gruppe ist, womit wir auch die anderen beiden nicht liegen lassen konnten, was ihnen meiner Meinung nach irgendwie nicht all zu gut tat, hätten ruhig noch weiter schlafen können. Sehr weit kamen wir auch nicht denn unser Schlüssel passte unten an der Schranke nicht, wodurch erst einmal 20 Minuten ins Land gingen bis wir dann den Schlüssel aus Bungalow 1 erobert hatten und die Fahrt antreten konnten. Die Gruppe trudelte auch gerade erst ein, Kati und ich machten die Haare, die Kleinen den Gero. Vorher sind wir noch einmal alles durchgegangen und es sah so aus als hätte sich jeder seine Kür gemerkt. Der erste Block war auch echt ok, dann funkte Gero einmal dazwischen, indem er plötzlich stehen blieb und wir nur noch im vorderen Teil des Zirkels Aufgänge machen konnten. Der zweite Block lief dann auch, aber die Kür war etwas ausdruckslos. Meiner Meinung nach hat sich die dritte Gruppe zum letzten Turnier aber auf jeden Fall gesteigert.

Kaum war ich aus dem Zirkel raus sind Bernd und ich auch schon den Rest aus den Bungalows holen gefahren. Sie waren gerade am Aufstehen und wollten Frühstücken, das musste jetzt erstmal verschoben werden. Mit Ach und Krach passten alle Taschen und Voltis in die drei Autos und schon ging es auf die Rückfahrt zum Stall, wo wir erst einmal ein Frühstückspicknick veranstaltet und anschließend die Haare machten. Die tausend Schritt-Gruppen brachten die Veranstaltung dann um 1,5 Stunden in Verzug, was irgendwie nervte. Unsere war gegen Ende mit Micki dran. Der Einlauf ließ zwar einen Chaoshaufen vermuten aber der Rest lief dann ganz gut.

Wir gingen jetzt noch einmal zum Auto, um uns zu sammeln und noch dreimal die Kür durch zu gehen. Der Druck lastet schon irgendwie schwer auf uns. Egal, Dresse anziehen, Pferd putzen und fertig machen, rennen gehen, Einlauf üben, Lukas führen, warm machen, die erste anfeuern, ohoh und schon gings los. Total aufgeregt gingen wir in die Halle und machten uns auf dem Pferd warm, wobei wir peinlich genau darauf achteten, bloß keinen Blick in den Wettkampfzirkel auf die vor uns liegenden Geraer zu werfen. Na ja, da müssen wir jetzt durch, mit vielen Umarmungen und der Maßgabe „Spannung ist das ganze Leben“ liefen wir zur letzten Kür ein. Leider wieder nicht zufrieden stellend. Es gab Abstimmungsprobleme und jeder hatte so eine Übung, die nicht gekleppt hat, aber immerhin, es war so gut, wie im Training. Nur die Erwartungen, die 0,323 zu Gera aufzuholen konnten wir leider nicht erfüllen.

Vor den Einzelstartern hat Lena Lukas geführt und Katharina, Christine und ich sind zur Siegerehrung mit den Nachwuchsgruppen, was uns einen 5. sowie 1. Platz der jüngsten Gruppe einbrachte. Dann hieß es Dresse einsammeln und Micki wurde von Katharina ausgiebig geputzt und von seinen Zöpfen befreit, während die anderen beiden aber noch einmal ran mussten. Bei Anni lief es dieses mal ausgezeichnet und auch Lene zog ihr Programm super durch. Während Marie und ich Lukas kühlten und ihn mit „Fingermalfarbe“ die Hufe verschönerten ging unser letztes Trio an den Start. Gero wollte bei Carsten dann wohl mal wieder seinen eigenen Kopf durchsetzen und gedachte den Zirkel zu verlassen. Aber Carsten reagierte schnell, womit es keine Hilfe von außen war und sie konnten die Prüfung fortsetzen.

Die letzte Siegerehrung fing dann ausnahmsweise mal pünktlich an. Die M** gewann die Kürwertung des Tages und wir erreichten Platz 4. In der Meisterehrung schob sich Anni durch ihre tolle zweite Runde doch noch auf Platz 2 vor, Carsten wurde Meister und Lene holte Bronze. Die zweite Gruppe der PSG Waltersleben wurde im ersten Jahr in M Vizemeister von Thüringen.

Nun schnell ein geordneter Rückzug: restliches Zeug einpacken, Pferde reisefertig machen und los ging es, diesmal mit weniger Terz beim aufladen, denn auch die Tiere hatte das Wochenende mächtig geschlaucht.

Das waren meine Eindrücke vom Wochenende, falls noch jemand was ergänzen möchte, kann er oder sie das gerne tun. Ich gratuliere allen Gewinnern und Platzierten und bedanke mich bei allen Unterstützern.

Adele
Berichte 2009
Berichte